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Hellripper & Necrofier – More Goatkraft. More Granite. Europe 2027 – Hannover

More Goatkraft. More Granite. Europe 2027 Tour

Die erste Show der Europe Tour mit Hellripper und Necrofier macht Halt in Hannover. Das Konzert im Café Glocksee ist bereits seit einer Woche ausverkauft. Entsprechend gespannt bin ich, was die beiden Bands heute Abend auf die Bühne bringen.

Den Anfang machen Necrofier aus Houston, Texas. Die Band wurde 2018 gegründet und spielt melodischen Black Metal. 2021 erschien das Debütalbum, mittlerweile sind sie mit ihrem dritten Werk „Transcend into Oblivion“ auf Tour. Necrofier kommen pünktlich mit Corpsepaint auf die Bühne und sorgen direkt dafür, dass es musikalisch ziemlich finster wird. Der Sound bewegt sich dabei nicht ausschließlich im Black Metal, sondern geht immer wieder ein Stück in Richtung Thrash Metal. Obwohl das Café Glocksee ausverkauft ist, kommt man erstaunlicherweise noch recht problemlos an den Tresen. Auch im Pit ist noch genügend Platz, um sich etwas zu bewegen. Nach rund 45 Minuten ist der Auftritt leider schon wieder vorbei.

Für mich geht es anschließend erst einmal zum Merch. Die aktuelle CD haben die Jungs natürlich auch am Merch dabei und das sogar zu einem wirklich günstigen Preis. Dort treffe ich einige bekannte Gesichter aus Braunschweig und Hannover. Also geht es erst einmal nach draußen an die frische Luft und natürlich wird bei einem kleinen Smalltalk die eine oder andere Runde gequatscht.

Der Umbau geht erfreulich schnell und so steht Hellripper bereits kurz nach 21 Uhr auf der Bühne. Hinter Hellripper steckt James McBain aus Aberdeen. Er gründete das Projekt 2014 und hat seitdem mehrere Alben, EPs und weitere Veröffentlichungen herausgebracht. Das aktuelle Release „Coronach“ ist im März erschienen und wird auf dieser Tour natürlich entsprechend präsentiert.

Musikalisch wird es jetzt deutlich schneller und vor allem aggressiver. Hellripper verbinden Speed- und Thrash Metal, genau diese Mischung kommt beim Publikum richtig gut an. Schon nach kurzer Zeit entstehen die ersten Moshpits. Jetzt merkt man auch endgültig, dass das Café Glocksee wirklich ausverkauft ist. Es wird voll und vor allem wird es warm. James ist bestens aufgelegt und treibt das Publikum immer wieder an. Von der ersten Reihe bis nach hinten kommen immer wieder „Hellripper!“ Rufe und die Circle Pits werden von Song zu Song größer. Trotz der vollen Halle funktioniert auch der Getränkeausschank erstaunlich gut. Am Tresen geht es weiterhin schnell.

Musikalisch gibt es einen guten Mix aus der bisherigen Schaffensphase von Hellripper. Dabei zeigt James einmal mehr, dass seine Songs live noch einmal deutlich mehr Druck entwickeln als auf Platte. Nach gut einer Stunde kündigt James schließlich das Ende der Show an. Doch bei einem ausverkauften Konzert und dieser Stimmung kommt er natürlich nicht ohne Zugabe davon. Das Publikum fordert lautstark mehr und bekommt es auch. Damit endet ein richtig guter Konzertabend im Café Glocksee.

Für mich hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Necrofier sorgen für einen düsteren Einstieg und Hellripper drehen anschließend noch einmal ordentlich am Geschwindigkeitsregler.

Vielen Dank an Marc und das Café Glocksee für die Akkreditierung.

 

Fotos: Sven Richter
Text: Frank

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