
Ravaged by the Yeti – Snowbound Horror
Testimony Records, Release Date 10.07.2026
Ravaged by the Yeti sind zurück und haben mit „Snowbound Horror“ ihr zweites Album im Gepäck. Hinter dem kuriosen Bandnamen steckt eine ziemlich klare musikalische Idee: Old School Death Metal, angereichert mit einer Prise Grindcore und einem Augenzwinkern in Richtung Yeti-Mythologie. Die Band selbst nennt das Ganze scherzhaft „Neanderthal Metal“ beziehungsweise inzwischen „Denisovan Metal“. Ein Konzept, das definitiv Charme besitzt.
Musikalisch gibt es auf „Snowbound Horror“ genau das, was man erwarten darf. Tiefergestimmte Gitarren, wuchtige Riffs und vor allem jede Menge Groove. Die Platte geht ordentlich nach vorne, ohne dabei ständig nur auf Geschwindigkeit zu setzen. Songs wie Vengeance in Fur, Tusk of the Yeti oder der Titeltrack Snowbound Horror machen dabei durchaus Spaß und zeigen, dass die Herren ihr Handwerk verstehen.

Besonders Rogga Johansson ist für mich natürlich ein Pluspunkt. Ich mag seine Arbeiten grundsätzlich sehr gerne und auch hier liefert er wieder gewohnt solide Kost ab. Gemeinsam mit Mike Borders am Bass und Jon Rudin am Schlagzeug bildet er die neue Besetzung, die dem Yeti erneut Leben einhaucht.
Trotzdem bleibt bei mir nach den knapp 35 Minuten ein kleines Fragezeichen zurück. „Snowbound Horror“ ist keineswegs ein schlechtes Album. Im Gegenteil: Die Platte macht Spaß, klingt ordentlich und passt wunderbar in die Old-School-Death-Metal-Schublade. Nur fehlt mir am Ende ein wenig das gewisse Etwas, das einzelne Songs auch nach dem Hören noch länger im Kopf bleiben lässt.
Unterm Strich also ein solides Death-Metal-Album mit einer sympathisch bekloppten Idee, starken Musikern und jeder Menge Yeti-Charme. Wer auf groovigen Old-School Death Metal steht, sollte dem Yeti definitiv eine Chance geben.
Mario W.









