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Soulburn – Quantifying Cosmic Doom

Soulburn– Quantifying Cosmic Doom (VÖ 12.06.2026 Testimony Records)

Wenn von Soulburn die Rede ist, denken viele Old-School-Death-Metal-Fans sofort an die Verbindung zu Asphyx. Gegründet wurde die Band 1996 im niederländischen Oldenzaal von den ehemaligen Asphyx-Mitgliedern Eric Daniels (Gitarre) und Bob Bagchus (Drums), unterstützt von Wannes Gubbels (Pentacle) an Bass und Gesang. Bereits das Debütalbum Feeding on Angels von 1998 war ein echtes Death-Metal-Brett und etablierte Soulburn als eigenständige Größe im Underground.

Im Jahr 2000 erschien mit On the Wings of Inferno allerdings ein Album unter dem Banner von Asphyx, woraufhin es für beide Bands zunächst ruhiger wurde. Die Musiker gingen unterschiedliche Wege, ehe Soulburn 2014 mit frischer Besetzung zurückkehrte: Eric Daniels und Bob Bagchus holten sich Twan van Geel an Bass und Gesang sowie Remco Kreft als zweiten Gitarristen ins Boot. Das Resultat war das starke Comeback-Album The Suffocating Darkness, gefolgt von Earthless Pagan Spirit im Jahr 2016. Seit 2020 sitzt Marc Verhaar hinter dem Schlagzeug und genau dieses Line-up präsentiert nun am 12. Juni 2026 über Testimony Records sein neues Werk Quantifying Cosmic Doom.

Wer jedoch auf eine Rückkehr zu den frühen Tagen oder klassischen Asphyx-Sound hofft, dürfte überrascht werden. Quantifying Cosmic Doom hat mit dem rohen Death Metal der Anfangszeit nur noch wenig gemeinsam. Stattdessen bewegt sich Soulburn deutlich in Richtung technisch geprägten Death Metal. Die Songs sind komplex aufgebaut, bieten abwechslungsreiche Arrangements und leben von einer durchdachten Dynamik statt von purem Dauerfeuer.

Besonders auffällig ist der Gesang, der zwischen cleanen Passagen und tiefen Growls wechselt. Dadurch gewinnen die Stücke zusätzliche Tiefe und Atmosphäre. Auch instrumental zeigt sich die Band auf einem hohen Niveau: Präzise Gitarrenarbeit, anspruchsvolle Songstrukturen und zahlreiche Details sorgen dafür, dass sich das Album erst nach mehreren Durchläufen vollständig erschließt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich für technischen Death Metal immer zu haben bin. Genau deshalb trifft Quantifying Cosmic Doom bei mir voll ins Schwarze. Die Band entwickelt ihren Sound konsequent weiter und beweist Mut zur Veränderung, ohne dabei ihre düstere Grundstimmung zu verlieren.

Fazit: Quantifying Cosmic Doom wird sicherlich nicht jeden Fan der ersten Stunde begeistern. Wer die alten Death-Metal-Bretter erwartet, könnte enttäuscht werden. Gleichzeitig dürfte Soulburn mit diesem Album viele neue Hörer gewinnen, die technisch anspruchsvollen und modernen Death Metal schätzen. Für mich ist die Entwicklung absolut nachvollziehbar und musikalisch überzeugend. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, diese Songs bald einmal live erleben zu können.

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Gruß Frank

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