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Ragnarök Festival 09.04.-11.04.2026 Tag 3

Neue Running order für Tag 3

Mahlzeit … für Tag 3 gab es eine neue Running Order bzw. ein Wechsel. Die beiden Bands Mist of Misery und Vomitory haben Ihren Slot getauscht.

Gernotshagen aus Trusetal betreten die Bühne und die Halle ist für diese frühe Uhrzeit schon sehr voll. Die Thüringer gibt es schon seit 1999 und haben Ihren Pagen Black Metal auf vier Releases gebracht. Ein Intro läutet die Show ein und die Musiker beginnen mit einem Intrumentalsong. Danach erst betritt Askan die Bühne. Gernotshagen habe ihre Texte in deutsch verfasst und man kann Askan sehr gut verstehen, was ich sehr positive empfinde. Die Band füllt sehr gut die Bühne aus, da neben den beiden Gitarristen, Drummer, Bassisten und dem Sänger noch zusätzlich ein Keyboarder dort steht. Gernotshagen bauen eine gewisse Atmosphäre aufzubauen und setzen den Songs musikalisch immer noch einen drauf, bis der Song zum Finale kommt. Das Publikum feiert Gernotshagen euphorisch ab. Die Musik ist eingängig und nicht so anspruchsvoll voll, das soll nicht negativ gemeint sein. 

Istapp haben ihre einige Welt geschaffen. Die Schweden spielen melodischen Black Metal seit 2005. Die Bühne bzw. Ihr Welt ist eine Art in Eisplanet. Textlich drücken Sie sich in Ihrer Muttersprache aus und handeln mit Kriegen, Drachen und von anderen Welten. Auch die Cover ihrer vier Alben sind sehr sehenswert. Die fünf Bandmitglieder mit schweiß-weißen Kaputzenmäntel betreten die Bühne, auch Ihre Gesichter sind in schwarz-weiß gehalten. Nach zwei, drei Songs wird die Halle immer vollen, obwohl draußen strahlenden Sonnenschein ist. Ich habe Istapp im letzten September beim Metal Embrace Festival gesehen. Istapp spielten dort in einer viel kleineren Halle und habe mich überzeugt, aber heute in der Stadthalle Lichtenfels wirkt das Ganze viel gewaltiger, mächtiger und für mich eines der heutigen Highlights (davon gibt es heute viele). Istapp ist auch bei der Autogramm-Stunde sehr beliebt und auch sehr begehrt, selbst vor Halle hat man später die Mitglieder mit Fans fotografieren gesehen.

Aus den Raum Groß-Gerau kommen Agrypnie und spielen seit 2004 progressive Black Metal. Die Bühne im dunklen rot beleuchten mit 4 elektronischen Kerzenleuchter beleuchtet. Agrypnie schaffen es auch mit nur einem Gitarristen einen fetten, vollen Sound hinzubekommen. Torsten baut eine schöne Atmosphäre auf. Bei 2 Songs kommen jeweils Gastsänger auf die Bühne, die mir allerdings nichts sagen bzw. ich auch nicht mitbekommen habe, wer Sie sind. Ich habe Agrypnie im Dezember im B58 in Braunschweig vor ca. 100 Leuten gehen und dort fand ich die Bühnenpräsenz um einiges besser als heute, das mag an der kleinen Bühne bzw. heutigen großen Bühne liegen. Nach der Show bin ich zum Merchstand und habe mich mit einigen CDs eingedeckt.

Nach einer Pause haben wir uns vor der Bühne zu The Spirit eingefunden. Für mich sind The Spirit einer meiner Lieblingsbands. Die Band aus Saarbrücken bestehen aus Manuel und Matthias und verstärken sich live mit Gastmusikern, die heute zum ersten Mal live zusammen auftreten. Ich habe die technische Death Metal Band zum ersten Mal 2018 im Vorprogramm von Hypcrisy und Kataklysm gesehen und ich bin seitdem ein großer Fan von The Spirit. Alle vier Releases sind einfach nur „geil“ und The Spirit setzen es live perfekt um. Für mich ist The Spirit eine der unterschätzenden Bands, das sehe wohl nicht nur ich so, denn die Halle ist trotz Sonnenschein sehr gut gefüllt. Hört Euch „Against humanity“ vom letzten Release „Songs against humanity“ an. Wenn The Spirit den Sound bekommen, denn Sie haben wollen, das ist Ihre Show ein Genuss und sollte man genießen.

Musikalisch geht es jetzt in eine komplett andere Richtung … Horn spielen Folk bzw. Pagan Metal. Die Paderborner haben sich 2002 zusammengefunden und seit dem 10 Alben released. Horn haben deutsche und auch englische Texte, Themen sind Natur, Geschichte und allgemeine Menschheit. Nach dem sehr technischen The Spirit wird Horn dankend angenommen, die Halle wird voller. Horn weiß wie man das Publikum mitnehmen kann und es wird eine schöne Metal Party am Nachmittag.

Die Schweden Vomitory aus Karlstad gibt es schon seit 37 Jahren und haben gestern ihr 10. Release „In death throes“ auf die Menschheit losgelassen. Es wird härter, viel härter … Death Metal ohne Kompromisse, volles Brett. Ich dürfe bei der ersten Show der Mass Hallucination Tour in Berlin Vomitory sehen, dort hatte Sie leider nur 30 min Spielzeit, heute immerhin 40 min. Man eröffnet mit zwei alten Klassikern „Revolution Nausea“ und „Terrorize brutalize sodomize“, bevor mit „For Gore and Country“ ein Song vom neuen Release gespielt wird. Dank der längeren Spielzeit kommt heute eine live Premiere „Two and half man“ von „In death throes“. Das Publikum antwortet den Songs mit einen schönen Circle Pit. Es folgen weitere Songs aus diversen Alben gespielt. Zum Abschluss wird „Chaos fury“ gespielt und der Circle Pit wird noch einmal größer. Ich freue mich schon beim RUDE – Rock unter den Eichen Vomitory als Headliner zu sehen.

Auch VREID dürfen auch heute 10 min länger Spielen als auf der aktuellen Tour (mit Vomitory, Abbath und Hypocrisy). Vreid kommen aus Sogndal Norwegen und es wird ruhiger, denn Vreid spielen melodischen Black Metal. Vreid gibt es schon 22 Jahre und haben 10 Alben veröffentlicht, aber an mir sind Sie irgendwie vorbei gegangen. Letzte Woche hörte ich zum ersten mal in Berlin von ihnen was bzw. sah Sie live. Nach dem Intro kommt Vreid mit „Kraken“ von aktuellen Album auf die Bühne. Die Vocals sind viel ruhiger und das Ganze düsterer, finsterer. Für eine Black Metal Band haben mich die beiden Gitarristen positiv überrascht. Die Songs sind länger und mit vielen instrumentalen Einspielungen. Mein Highlight Song ist „The Skies turn back“ vom gleichnamigen Album aus 2026. Die Halle war bis jetzt noch nie so voll. Mich haben Vreid überzeugt und ich werde mir auch einige Album zulegen. 

Was ich zu Eihwar sagen soll, das fällt mir schwer. Eihwar stammen aus Frankreich und spielen Folk, Elektro Metal. Die Band bestehen aus Asrunn und Mark. Beide teilen sich den Gesang, wobei Asrunn noch traditional Percussions spielt und Mark an den Elektro-Drums. Die Halle leert sich zunehmens, mich können Sie auch nicht überzeugen. Texte ? Nicht so richtig, mehr Stückweise aneinander gereihte Worte.

Wir nutzen die Zeit und gehen (mal wieder) zu Asiaten von gestern. Das Restaurant ist gut gefüllt.

Jetzt kommen für viele die beiden Highlights bzw. Headliner des Tages bzw. Ragnarök Festival.

ABBATH aus Bergen Norwegen und ehemaliger Sänger von Immortal hat sich 2015 beschlossen Solo weiter zumachen. Abbath bleibt sich treu mit Black Metal und hat 3 Alben rausgebracht. Die Bühne ist in Blutrot gehalten und die Halle ist gut gefüllt, für mich hatte es noch voller sein können, aber ist halt auch schon spät (3. Tag und 22 Uhr). Die Ansagen sind kurz und knapp, Abbath lässt lieber seine Instrumente spielen. Abbath werden von Song zu Song stärker und die Show ist um vieles besser als letzte Woche. Für mich eine der positiven Überraschung des Tages, da zum Tour-Auftakt Abbath mich nicht begeistern konnte, was Abbath aber heute konnte.

Der Headliner Hypocrisy betreten die Bühne. Bei mir ist die Vorfreude riesengroß, da ich Peter letzten Donnerstag zum Tour Beginn im Astra sehen dürfte. Hypocrisy spielen Old School Death Metal und haben sich 1991 in Ludvika gegründet, da hat Peter allerdings noch nicht die Vocals übernommen. Hypocrisy beginnt mit „They will arrive“ vom letzten Release Worship. Es folgen jetzt Klassiker mit „Fire in the Sky“, „Inferior devoties“ und „Carved up“ von diversen alten Album, bevor mit „Children of the Grey“ von Worship folgt. Es ist ein Querschnitt von fast jeden Release, das bei 12 Songs und 14 Release leider nicht ganz möglich ist. Peter ist mit den Ansagen sehr sparsam, was ich sehr begrüße, denn lass lieber die Musik bzw. Instrumente sprechen. Ich brauchen keinen auf der Bühne, der große Reden hält. Mein Lieblingssong folgt mit „Roswell 47“ als krönender Abschluss. Für mich ist Hypocrisy ein würdiger Abschluss des Festivals.

Man sieht sich in einem Jahr, Dank und Gruß an Ivo und das ganze Ragnarök Team!

 

Fotos: Sven Richter

Text: Frank

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