
Rexoria – Fallen Dimension
(Black Lodge Records / VÖ: 08.05.2026)
Mit Fallen Dimension legen Rexoria ihr viertes Album vor und setzen ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort. Große Refrains, viel Melodie und ein Fokus auf eingängige Songstrukturen prägen das Album. Mir gefällt vor allem diese Leichtigkeit, die sich durch viele Tracks zieht. Das wirkt nie bemüht oder überladen, sondern eher wie ein bewusst gesetzter Kontrast zu den teils ernsteren Themen.
Gerade diese Mischung macht das Album zugänglich. Inhaltlich geht es laut Infosheet ja durchaus um schwerere Kost. Krieg, gesellschaftliche Themen, persönliche Tiefpunkte. Musikalisch bleibt aber oft genug Raum für eingängige Hooks und fast schon beschwingte Momente. Das erinnert stellenweise tatsächlich an Battle Beast, ohne dass Rexoria dabei zur Kopie werden. Die Songs funktionieren schnell, setzen auf klare Strukturen und verzichten auf unnötige Umwege. Das sorgt dafür, dass sich vieles direkt festsetzt. Ein gutes Beispiel dafür ist „Break the Wave“, dessen Refrain sofort hängenbleibt und einfach richtig gute Laune verbreitet.

Besonders stark fällt für mich der Abschlusstrack „Heart of Sorrow“ aus, bei dem Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell/Hardline) als Gast zu hören ist. Der Song bringt enorm viel Gefühl in seiner Melodie mit und setzt damit zum Ende der Platte noch einmal ein echtes Highlight. Vor allem die doppelstimmigen Parts im Refrain funktionieren richtig gut und geben dem Stück genau die emotionale Tiefe, die es braucht. Auch der Gastbeitrag von Mike Andersson (Tungsten) im Song Dominion ist gut eingebunden. So sorgen beide Gastbeiträge für zusätzliche Facetten, ohne den Fluss des Albums zu stören.
Am Ende ist Fallen Dimension kein Album, das alles neu erfindet. Muss es aber auch nicht. Es lebt von seiner Energie und davon, dass es einfach Spaß macht. Diese positive Grundstimmung zieht sich durch viele Songs und trifft gerade jetzt einen Nerv. Man kann das nebenbei hören, man kann sich aber auch bewusst drauf einlassen und beides funktioniert. Genau das ist wahrscheinlich die größte Stärke der Platte.
Mario W.









