Steel Held High – Braunschweig unter Strom
KufA Haus, 28.02.2026
15:30: Doors Open
16:30 – 17:15: Æternia
17:35 – 18:20: Writhen Hilt
18:40 – 19:40: The Riven
20:00 – 21:00: Mega Colossus
21:20 – 22:50: Sortilège
Schon lange bevor der erste Ton erklang, war klar: Das hier wird kein gewöhnlicher Konzertabend.
Das Steel Held High Festival war bereits im Vorfeld schnell so gut wie ausverkauft. Die wenigen Restkarten an der Abendkasse verschwanden innerhalb kürzester Zeit.
Schon zum Einlass war die Halle beeindruckend gut gefüllt – ein deutliches Zeichen, wie sehr sich die Szene auf diesen Tag gefreut hatte.
Von Beginn an überzeugte der Sound: klar, druckvoll und sauber abgemischt. Auch organisatorisch lief alles rund. Selbst kleinere Verzögerungen – zwei Minuten bei der zweiten Band, etwa zehn Minuten bei der dritten – blieben völlig im Rahmen und störten niemanden.
Æternia eröffneten den Abend und wurden direkt richtig gut gefeiert. Die Stimmung war von Anfang an stark, die Halle reagierte lautstark, viele Köpfe gingen sofort im Takt mit. Ein Auftakt, der zeigte: Hier ist niemand nur zum Abwarten gekommen.

Writhen Hilt übernahmen als zweite Band. Trotz minimaler Verzögerung war die Energie im Raum sofort wieder da. Das Publikum nahm die Band stark an, es wurde gebangt, genickt und applaudiert. Heimspiel-Atmosphäre mit ehrlicher Begeisterung.
Während die dritte Band, The Riven, die Bühne betrat und sich vorbereitete, nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Merch-Tour.
Und genau das gehört zu so einem Abend einfach dazu. Am Ende gingen mit nach Hause:
– Eine schwarze Vinyl von Æternia
– Eine weiße Vinyl von Writhen Hilt
– Eine marble-coloured Vinyl von Mega Colossus
– Eine Digipak-CD von Sortilège
Musik zum Mitnehmen, Erinnerungen zum Anfassen.
Der Saal füllte sich erneut spürbar, die Fans bestätigten die Band mit rhythmischem Kopfnicken und konzentrierter Aufmerksamkeit. Die Stimmung blieb konstant hoch. The Riven haben die Bühne gerockt und wurden doch richtig gut angenommen.
Mega Colossus brachten amerikanische Wucht ins KufA Haus. Gallopierende Riffs, epische Strukturen, große Refrains. Hier wurde es deutlich lauter, dichter, intensiver. Man spürte, dass das Publikum jetzt komplett auf Betriebstemperatur war. Köpfe gingen im Takt, Fäuste in die Luft, und zwischen Bühne und Menge entstand dieses elektrische Band, das nur Live-Shows erzeugen können.
Das war kein Aufwärmen mehr. Das war ein Statement.

Als schließlich der Headliner aus Frankreich die Bühne betrat, Sortilège , füllte sich der Saal noch einmal sehr schnell. Die Band wurde stark gefeiert, die Reaktionen waren laut, begeistert und ehrlich. Man merkte deutlich, dass sich viele genau auf diesen Moment gefreut hatten. Die Performance wurde mit viel Applaus, Bewegung und sichtbarer Freude aufgenommen.

Was diesen Abend aber zusätzlich besonders machte, war das Miteinander.
In den Pausen und zwischen den Sets ergaben sich viele Gespräche. Ich lernte neue Leute kennen,
pflegte Kontakte und tauschte Eindrücke aus. Es war ein sehr friedlicher, entspannter Abend – genau so, wie man sich ein Szene-Festival wünscht.
Fünf Bands an einem Abend sind durchaus eine Menge. Doch es wirkte nie überladen oder zu lang.
Im Gegenteil: Die Vielfalt machte den Reiz aus, und das Publikum nahm jede Band mit Offenheit und Energie an.
Steel Held High hat gezeigt, wie lebendig Heavy Metal auch 2026 ist. Ein ausverkauftes Haus, starke Stimmung, guter Sound, faire Organisation –
und am Ende das gute Gefühl, Teil von etwas Echtem gewesen zu sein.
Also ich mag ja lieber Geknüppel aber habe hier doch wieder gute neue Bands entdeckt.
Vielen Dank an das hotel666 und alle die an der Organisation beteiligt waren.










