Ist es wirklich schon 40 Jahre her, das sich Hansi Müller (Guitar), Michael Hasse RIP (Drum & Vocals) und Michael Schnabel (Bass) zusammen taten und Protector gründeten ? Ja !!!
Ich wollte heute früh da sein und habe auf dem Parkplatz erstmal Missy & Band getroffen, die nach dem Soundcheck Ihr Klamotten zum Hotel gebracht haben. Vor dem Eingang war schon relativ viele Metalheads da, obwohl noch nicht mal Einlass war. Ich kam gerade noch dazu, allen Leuten (die man kennt) Hallo zu sagen. Zum normalen Smalltalk hatte ich keine Zeit, denn es wurden pünktlich die Türen geöffnet. Also nichts wie rein und in der Hoffnung sich ein frisch gezapftes zu holen … das konnte ich vergessen, weil ich drinne zu viele Leute getroffen habe. Von Ex Protector Mitgliedern über Freunde, Bekannte und die Braunschweiger Schreiberschaft war auch zu 50% anwesend. Marc Halupczok hatte leider parallel eine Lesung, dafür war mit Frank Schäfer ein genauso bekanntes Gesicht bzw. Persönlichkeit anwesend.
Am Merchstand war so früh schon ein großer Andrang. Der Merch war in 3 Teilen: Protector mit alten sowie neuen CDs inkl. Shirts (auch ein extra 40 Jahre Shirt), dann der Nuctemeron Stand mit beiden Alben (CD und Vinyl) sowie Shirts und dazu hat Olli Wiebel einen Extra Protector Stand mit seinen beiden ReRelease Alben A Shedding of Skin und The Heritage, zusätzlich noch die EP Misanthropy. Extra für diese Event hat er auch noch A Shedding of Skin als Shirt und Longsleeve neu anfertigen lassen, was ich mir von Olli persönlich besorgt habe, da es mein Lieblingsalbum ist. Da der Olli an diesem Abend sehr gefragt und beschäftigt ist bzw. war, hat seine Freundin Udine den Stand geleitet.
Endlich kam ich zum Getränkestand und mein Fotograf hat es auch geschafft (Einlass, Fotopass, Kontrolle etc.). Der Biergarten bzw. Raucherbereich war mittlerweile sehr gut gefüllt.
Pünktlich 19:30 Uhr eröffnen Nuctemeron die 40 jährige Party. Es ertönt ein düsteres Intro und als die Band auf die Bühne kam, da fühlte ich mich auch 30-40 Jahre zurück versetzt. Nietenarmbänder, Lederstiefel und Corpsepaint.
Marcel an den Vocals kam mit einem großen Kreuz auf die Bühne und eröffnete seine Messe. Nectemeron spielen irgendwas zischen Speed und Black Metal, das dafür sehr gut. Nico weiß wie er seine Gitarre zum Glühen bringen muß.
Chris gibt der Band den ganzen Rhythmus vor und Lia am Bass ist ein Blickfang. Nuctemeron hat schon nach einem Song die Meute aus dem Biergarten vor die Bühne locken können und nach jeden Song wurde es voller.
Es wurden sehr viele Stück vom Ihrem letzten Album Demonic sceptre gespielt. Bei Fuck Off!!! (In the Name of Evil) hat Marcel sich Kunstblut übers Gesicht fliessen lassen.
Nach 50 min war die Show vorbei und die Band hatte wahrscheinlich auch Ihr ganzen Repertoire gespielt, da Nuctemeron nur ein Album und 3 EP bis jetzt veröffentlich haben. Trotzdem forderte das Publikum eine Zusage und die bekamen wir auch.
Es wurde nicht nur das Hallenbad voll mit Metalheads, sondern auch die Wärme tat ihr übriges, so das die Masse der Leute im Biergarten sich aufhielten. Der Umbau ging sehr schnell, so das man es wieder nicht geschafft hat, sich mit jeden den man kennt, auch nur kurz zu unterhalten.
Um 20:50 Uhr betritt Protector 2.0 (wie Missy seine aktuelle Band heute benennt) die Bühne. Missy begrüßt alle und erklärt kurz, das Sie heute Ihre Setlist in der Reihenfolge der Release machen, was ich für sehr gelungenes Unterfangen halte.
Links neben der Bühne steht ein Bild von Mitgründer Michael Hasse (RIP 1994).
Man fängt an mit dem Song Protector of Death vom Demo 1986 und Michael Schnabel übernimmt den Bass. Das Publikum feiert den Song ab. Aber es wird noch besser. Von der EP Misanthropy (1987) spielt man den selbigen Song. Diese EP hat einen Kultstatus unter den Fans und Death/Thash-Metallern erreicht. Es folgt mit Kain and Abel ein weiterer Song dieser grandiosen EP.
Es folgt das Jahr 1988 und Ihr Debüt Album Golem erblickt das Licht der Welt und heute wird auch dieser Track gespielt. Es folgt ein weiteres Stück von der Golem, mit Apocalytic Revelations kommt auch Hansi Müller auf die Bühne und übernimmt den Gitarren-Part. Das Publikum feiert Hansi ordentlich ab.
Wir springen 1 Jahr weiter zum Urm the Mad Release. Protector spielen das selbige Stück sowie Sliced, hacked and grinded. Langsam ist die Halle sehr gut gefüllt, leider auch die Temperatur.
Es folgt das Stück Morat Passion von der 90iger EP Leviathan’s desire.
Auf der Bühne erscheint der Mastermind des Album A Shedding of Skin Olli Wiebel. Olli hat dieses Album 1991 fast im Alleingang eingespielt. Das Stück A Shedding of skin singt er zusammen mit Missy und man merkt, das sich die Energie vom Olli auf das Publikum überträgt, es wird lautstark mit gegrölt.
Es kommt richtig Bewegung auf die Bühne. Protector 2.0 überlassen Olli das Feld. An dem Drums sitzt Ingo und am Bass Michael. Olli übernimmt neben den Gesang auch die Gitarrenparts und spielt Tantalus und Whom gods destroy von seinem Album.
Es folgt wieder ein Wechsel auf der Bühne, denn Matze Grün übernimmt den Bass und spielt mit Protector 2.0 Mental Malaria von 1993 Release The Heritage.
Mitte und Ende der 90er wurde die Band in Braunschweig am Leben erhalten und man hat das Demo Resurrected 2000 veröffentlicht. Davon spielt Jancek Zander am Gesang und Matze Lindner am Bass den Song The End. Später wurde der Song von Micke, Matte, Calle und Olli nochmal neu aufgenommen und auf dem Album Reanimated Homunculus veröffentlicht.
Missy erzählt kurz die Geschichte, wie er von Missy and the Protector zu Protector (2.0) kam. Damit beginnt für Protector eine Wiederauferstehung. 2011 spielt man zu erstmal unter den Namen Protector wieder live den neuen Song Road Rage. Der Song landete dann auf dem 2013 Album Reanimated Homunculus. Diese Besetzung besteht heute immer noch. Es folgt ein weiterer Song vom Release mit Sons of Kain.
Es folgt das 2016 Album Cursed and coronated mit dem Song Xenophobia. Anschließend kommt Stillwell Avenue vom 2019 Release Summon the holdes.
Es folgt das letzte Release Exzessive Outburst of Depravity, was selbst Missy als unaussprechlich empfindet. Es folgen die beiden Parts Last Stand Hill und Pandemie Misery. Hiermit endet die Zeitreise und das Publikum dankt Protector mit „Protector Protector“ Rufen.
Es folgen zwei schnelle Nummer mit Calle Brutal mit ca. 1,5 min sowie Space Cake mit 2,5 min. Nach fast 2 h ist vorbei und alle Musiker entern die Bühne. Es wird eine Torte überreicht und alle umarmen sich herzlichst.
Das Publikum hat aber noch nicht genug und fordert Zugabe, Zugabe. Protector spielen zum Abschluss Agoraphobia von der EP Misanthropy. Nach 2 h Show ist jetzt endgültig Schluß und Missy bittet das Publikum zur Aftershow Party in den Saunaklub.
Ich für meinen Teile bin glücklich und zufrieden und unterhalte mich in Ruhe mit den einen und anderen.
Dank und Gruß
Frank
Fotos: Sven Richter



































