
Sabiendas wurden von Gitarristin Alexandra im April 2006 im Ruhrpott gegründet. Sie sind seit über 20 Jahren fester Bestandteil der deutschen Underground Szene. Sabiendas stehen für kompromisslosen Old School Death-Metal der alten Schule.
2009 erschien die EP „Buried alive“, damals noch in Eigenregie veröffentlicht. Sie war schnell vergriffen (leider habe ich keine bekommen). Diese rohe Energie, diese Direktheit ist genau das, was diese Band ausmacht.
Ich sah Sabiendas das erste Mal live beim Metalfest in Dessau 2011 und konnte mir ein erstes Bild von der Band machen. Seit dem verfolge ich Sabiendas und habe Sie oft Live gesehen und besitze alles Alben (bis auf diese EP).

Seit dem stabilen Line-up 2011 kam richtig Bewegung rein. Der Deal mit BretHard Records 2012 war mehr als verdient und „Restore to life“ (2013) hat eindrucksvoll gezeigt, was in der Band steckt. Alexandra als kreative Hauptkraft hat Songs geschrieben, die nicht nur brutal, sondern auch atmosphärisch dicht waren. Spätestens ab da war klar, das Sabiendas auf größere Bühnen in Deutschland oder Europa gehören.
Für mich persönlich war „Column of skulls“ (2015) ein echter Meilenstein. Man hat sofort gehört, dass hier eine Band zusammengewachsen ist. Zum ersten Mal entstanden die Songs komplett im Kollektiv und das hört und spürt man. Mehr Dynamik, mehr Druck, mehr Tiefe. Kein Wunder, dass das Album sowohl von Fans als auch von der Presse gefeiert wurde.
Dann kam 2020 „Repulsion transgression“ und sie haben die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Dieses Album ist für mich der Inbegriff dessen, was passiert, wenn eine Band perfekt eingespielt ist. Die jahrelange Live-Erfahrung, das gemeinsame Songwriting, alles greift ineinander. Die Songs sind komplexer, ohne verkopft zu sein, brutaler, ohne ihre Identität zu verlieren. Für den Drummer kommt die Ehre, das Tom Angelripper Ihn fragt, ob er bei Sodom hinter den Kesseln sitzen möchte und Toni sagt zu.
Am 17.04.2026 wurde Ihr viertes Album unter Kernkraftritterrecords veröffentlicht.

Das vierte Album wurde von vielen Fans langerwartete, wurde im Sommer 2025 fertig gestellt und im April auf die Menschheit losgelassen. Der eingeschlagene Old-School Death-Metal Weg wurde beibehalten mit treibende Riffs und ein insgesamt hohem Tempo. Erneut ist Toni Merkel für die komplette Produktion verantwortlich, welcher in den letzte Jahren seinen Erfahrungsschatz durch Produktionen für z.B. Bands wie Sodom, maßgeblich erweitern konnte. Auch für das Artwork entschied sich die Band, die Zusammenarbeit mit Björn Lensig fortzuführen, welcher bereit für die visuelle Gestaltung des letzten Album verantwortlich war.
Meine persönlichen Favoriten sind „Soul Devourer“ und „Puppeteer of Doom“ mit Tom Angelripper als Gast.









