
Greyhawk – Warriors Of Greyhawk
Cruz Del Sur Music | Release: 13.02.2026
Mit Warriors Of Greyhawk präsentieren Greyhawk ihr mittlerweile drittes Full-Length. Das Album verbindet klassischen US Power Metal mit hymnischen AOR-Momenten und einer klaren Vorliebe für große Melodien.
Schon „Ascension“ startet mit breiten Gitarren und einem direkten Einstieg. Greyhawk setzen klar auf Melodie, verlieren dabei aber nie den Druck. „Land Of Ashes“ und „Take A Stand“ ziehen das Tempo an. Mehr Vorwärtsdrang, weniger Umwege. Der Titeltrack „Warriors Of Greyhawk“ öffnet den Sound. Die Gitarren bekommen mehr Raum. Die Rhythmussektion hält alles stabil zusammen. Die Stücke wollen nicht nur beeindrucken. Sie bleiben hängen. Trotz aller Spielfreude steht meist der Refrain im Mittelpunkt. Genau dort entfalten die Songs ihre größte Stärke. Henrik Udds Produktion hält das Klangbild klar und druckvoll. Der Sound wirkt groß, aber nicht glatt. Inhaltlich kreisen Greyhawk um innere Stärke, Widerstände und klassische Fantasy-Motive. Der Einfluss von Ronnie James Dio ist kaum zu überhören. Laut Bassist Darin Wall verbindet das Album schnellere Power-Metal-Momente mit den vertrauten AOR-Farben des Vorgängers. Gleichzeitig rückt die Band wieder näher an die epische Ausrichtung von Keepers Of The Flame.

Auch visuell wird der Anspruch unterstrichen. Das Artwork von Daniel Porta fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein und rundet das Album sauber ab. Auf Albumlänge greift vieles ineinander. Die Drums treiben konstant nach vorn. Der Bass sorgt für Fundament. Darüber liegen breite Gitarren und hoch angelegte Vocals, die dem Sound seine epische Note geben.
Unterm Strich ist Warriors Of Greyhawk ein selbstbewusster Schritt nach vorn. Als persönlicher Anspieltipp drängt sich „Embers Rise“ auf. Der treibende Einstieg zieht sofort rein. Gekrönt wird das Ganze von diesem markanten Scream, der vieles von dem bündelt, was Greyhawk hier stark macht: Druck und Melodie in kompakter Form. Ein Album für Fans von melodischem Heavy und Power Metal, die epische Atmosphäre schätzen. Greyhawk liefern hier ein Album ab, das Tradition respektiert und genug Eigenständigkeit besitzt, um nicht im Schatten der Vorbilder zu stehen.
Mario W.








