kernkraftritter.de

Ensanguinate – Death Saturnalia

Ensanguinate – Death Saturnalia VÖ 06.02.2026

Manchmal braucht es keine Revolution, sondern nur die perfekte Zuspitzung dessen, was eine Band ohnehin schon auszeichnet. Ensanguinate aus Ljubljana liefern mit Death Saturnalia genau das, das ihren bisherigen Weg konsequent weitergeht, nur düsterer, aggressiver und selbstbewusster als je zuvor.

Seit ihrer Gründung 2014 stehen Ensanguinate für kompromisslosen Death Metal, der sich immer wieder die Rasierklinge des Speed Metal leiht. Spätestens mit dem Debüt Eldritch Anatomy (2022) war klar, dass hier keine weitere Genre-Kopiermaschine am Werk ist, sondern eine Band mit klarer Vision und einem ausgeprägten Gespür für Dynamik. Death Saturnalia hebt dieses Fundament nun auf ein neues Level.

Die Gitarrenarbeit von Jaka Cresnar und Andrej Cuk ist das Rückgrat des Albums. Die scharfkantigen Gitarrenriffs, die zwischen Death Metal und rasenden Speed Metal Ausbrüchen pendeln. Cuks Vocals sind roh, bissig und aggressiv in den Sound eingebettet. Kristof Ocvirks Bass ist spürbar präsent und verleiht den Songs eine dunkle, brodelnde Tiefe, während Grega Cestnik an den Drums gnadenlos antreibt und selbst in schnellsten Passagen die Kontrolle behält.

Atmosphärisch schlägt Death Saturnalia eine finstere, fast rituelle Richtung ein. Das Album wirkt wie ein blutiges Fest zu Ehren des Todes, chaotisch, exzessiv und dennoch strukturiert. Ensanguinate verstehen es, ihre Songs nicht nur technisch stark, sondern auch emotional aufgeladen zu gestalten.

Mit der Veröffentlichung Death Saturnalia am 06.02.2026 über Soulseller Records dürfte Ensanguinate endgültig über die Grenzen der slowenischen Szene hinaus bekannt machen.

Frank

Like this Article? Share it!

About The Author

Leave A Response