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The Black Thunder – Time Obliteration (2026)

The Black Thunder – Time Obliteration (2026)

Hard Facts

Erscheint am 16.10.2026 bei Pagan Records oder auf Bandcamp

 

Tracklist:

Verification of Wounds (5:19)

Ash in My Marrow (5:35)

Nothing Remains (6:36)

Turn into Absence (5:38)

The Eternal Search for Inner Balance (1:23)

Fractured Time (6:10)

To Live, To Suffer, To Die (5:32)

Relevation of Times to Follow (7:20)

Run Time: 43,5min

Review:

Das Cover von „Time Obliteration“ von The Black Thunder aus Polen sieht für mich nach Schmerz aus. Ein rotes Meer von Schädeln vor vielen aufragenden Stalagmiten ließ mich aufmerken. Es wird doomig, es wird finster, es wird langsam. 

Lyrisch ist es das auch. Hier geht es um den Tod, innere Konflikte, Nihilismus, Sterblichkeit. Alles, was ich bei einem Doom-Album erwarte, findet sich hier – ist ja kein Epic Doom. Immer wieder soll allerdings auch dieser Nihilismus besiegt werden und immer wieder arbeitet Szczepan, der Sänger, mit eindeutigen Bildern, die sich dann im Refrain wiederholen. Er macht auch öfter „den polnischen Abschied“ und beendet drei der Songs mit polnischen Zeilen. Diese ergänzen das Englische zum einen thematisch und zum anderen geben sie ihnen einen noch persönlicheren, emotionaleren Abschluss. Das Ganze tut den drei Songs sehr gut und gibt ihnen was Besonderes. 

Wo mich das Cover von Rok Sadistik Art direkt begeistert hat, brauchten The Black Thunder auch nicht lange, um nachzuziehen. Vorweg: Es war musikalisch weniger Doom Metal, als das Cover vermuten lässt. Gut ist es aber auf alle Fälle! 

Die musikalische Mischung fällt mir schwer zu beschreiben. Eine Mischung aus Groove Metal und Alternative trifft es vielleicht noch am ehesten. 

Für mich gibt es drei absolute Hinhör-Tracks:  

„Ash in my Marrow“ ist der zweite Track und gleichzeitig die erste Single des Albums, für mich auch wirklich der stärkste Song des Albums. Er kommt stellenweise mit Blastbeats daher und vor allem die duellierenden Gitarren sind ein echtes Highlight. Hier beenden das erste Mal auf dem Album polnische Lyrics den Song, und ich habe immer noch einen Ohrwurm von dem Lied und werde ihn nur schwer los. 

Bei „Turn Into Absence“, dem vierten Track, sehe ich mich schon definitiv im Publikum, wie ich während „Space, Time, we all turn to nothing now“ mitgröhle, um den Live-Chor zu verstärken. Auch mein Nacken wird bei den Zwischenspielen ordentlich Feuer bekommen. 

„Revelation of Times to Follow“ ist für mich vom Intro her am doomigsten gehalten. Auch der epische Hintergrundchor trägt dazu bei. Bei manchen der Strophen wird jede. Silbe. Betont. Was mir das Lied zusätzlich in Erinnerung bleiben lässt, ist aber auch hier das Ende mit den polnischen Lyrics. Insgesamt ein starker Closing Track für ein gutes Album. 

Der Opener, „Verification of Wounds“, kommt mit starken Riffs daher. Der Gesang ist meistens clean, aber ich finde den in den Hintergrund rückenden Gesang stark. Der erinnert mich dann doch an meine musikalische Frühreise in die härteren Gangarten Ende der 90er / Anfang 2000er. Ein starker Einstieg, der sowohl das Album als auch die Band gut vorstellt. 

Drei der vier anderen Tracks sind auch gut. Allerdings fehlt mir oft etwas. Hat „Fractured Time“ auch definitiv diesen „das geht live bestimmt gut“-Moment, finde ich es doch zusammen mit „Nothing Remains“ nicht so gut wie die anderen Tracks des Albums. 

„To Live, to Suffer, to Die“ ist für mich die deutlichste Verbindung zu einem einzelnen Genre: Alternative Metal. Hier finde ich mich definitiv in meiner Jugend wieder. Es fehlt nur noch ein Metalcore-BLEGH und es wäre perfekt. Allerdings fehlt mir eben in diesem Track dann doch das doomige Element, sei es ein Blastbeat oder das etwas langsamere Tempo. 

Es ist für mich keine Frage, ob ich die Lieder von „Time Obliteration“ gut finde, denn das sind sie! 

Insgesamt finde ich das Muster: Instrumentalintro → Schlagzeug → komplette Band → Gesang ein wenig vorhersehbar. Es wiederholt sich auf jedem Track mit Ausnahme des reinen Zwischenspiels „The Eternal Search for Inner Balance“. Letzteres ist für mich ein Filler. Er trägt nicht viele neue Elemente bei und könnte fast als verlängertes Intro von „Fractured Time“ durchgehen. 

Die Tracks sind zwar allesamt über 5 Minuten, aber das Album als Ganzes bleibt kurzweilig. Definitiv auf meiner Liste für „möchte ich live mal sehen“ und es kommt auf meinen Weihnachtswunschzettel.Ten świat już zgnił!

Steven

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About The Author

Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es sind Alben, die im Kopf bleiben, Konzerte, die man nicht so schnell vergisst, und Festivals, deren Eindrücke einen noch lange begleiten. Mehr Metal, Reviews und Live-Eindrücke von mir findest du auf Instagram: @marios_moshnotes

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