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Ch’ahom – Anthropic Rites of Sublimation – VÖ 18.09.2026

Ch’ahom kommen aus Essen und wurden 2019 gegründet. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Black und Death Metal, wobei im Laufe der Zeit immer mehr progressive und atmosphärische Elemente dazugekommen sind. Nach mehreren Demos und der EP Ts’ono’ot erschien 2023 mit Knots of Abhorrence das Debütalbum.

Nun folgt am 18. September 2026 über 20 Buck Spin das zweite Album „Anthropic Rites of Sublimation“. Das Album besteht aus fünf Songs und um die 29 min, dabei reicht die Spielzeit von knapp vier Minuten pro Song bis zum über zehnminütigen Abschlussstück „Insemination“. Für mich geht die Musik vor allem in Richtung technischer Death Metal mit Black-Metal-Einschlägen. Dazu kommen progressive Strukturen, düstere Atmosphäre und immer wieder langsame, schwere Passagen. Was mir dabei gefällt: Die Band frickelt nicht einfach nur herum, um zu zeigen, was sie technisch draufhat. Die vielen Wechsel und ungewöhnlichen Strukturen gehören zum Songwriting und machen die Stücke interessant.

Der Opener „Cult Of Xaman“ beginnt direkt mit einer düsteren Atmosphäre. Die Gitarren sind aggressiv, wechseln aber immer wieder ihre Richtung. Dazu kommen schnelle Ausbrüche und rhythmische Veränderungen.

Ein guter Einstieg, der bereits zeigt, dass man hier aufmerksam zuhören sollte.

Mit „Reign Of Nohol“ wird die progressive Seite stärker. Die Gitarrenarbeit gefällt mir besonders gut. Zwischen den Death-Metal-Riffs gibt es immer wieder ungewöhnliche Rhythmen und atmosphärische Passagen.

„Priests Of Lik’in“ wurde bereits als Single veröffentlicht und ist mit knapp vier Minuten einer der kompakteren Songs. Für mich gleichzeitig einer der zugänglichsten Titel des Albums. Die Nummer hat ordentlich Druck, ohne dabei auf die technischen Spielereien zu verzichten.

Mit „Chosen Of Chik’in“ wird wieder mehr Wert auf die Atmosphäre gelegt. Aggressive Passagen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab. Hier gefällt mir besonders das Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug. Die Band lässt ihren Instrumenten genügend Raum, ohne dass der Song auseinander fällt.

Zum Abschluss kommt mit „Insemination“ der längste Song des Albums. Über zehn Minuten nehmen sich Ch’ahom Zeit, ihr musikalisches Konzept noch einmal komplett auszuspielen. Schwere Riffs, aggressive Death-Metal-Passagen, progressive Elemente und ruhigere Abschnitte wechseln sich ab. Für mich ist das der Song, der am besten zeigt, wohin sich Ch’ahom entwickelt haben. Man wird nicht einfach mit Geschwindigkeit erschlagen, sondern durch verschiedene Stimmungen geführt.

Fazit: Anthropic Rites of Sublimation ist definitiv kein Album für den schnellen Konsum. Ch’ahom verbinden Death Metal, Black Metal und progressive Elemente zu einem ziemlich eigenständigen Sound. Besonders gefällt mir, dass die technischen Passagen nicht zum Selbstzweck werden. Trotz des vielen Gefrickels bleiben die Songs nachvollziehbar und entwickeln ihre eigene Atmosphäre.

Frank

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