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Metal Embrace 11./12.09.2026

Der Sommer neigt sich dem Ende. Es gibt noch eine Sache zu tun, ein Festival zu besuchen. Underground pur.

Das „Metal Embrace“ öffnet immer am zweiten Septemberwochenende die Pforten. Dieses Jahr ist es am 11. und 12. September wieder soweit. Das Ganze findet im beschaulichen Barleben statt. Und wer jetzt denkt: „Barleben? Wo zur Hölle liegt das denn?“ – direkt vor den Toren Magdeburgs. Also eigentlich gar nicht so weit weg.

Geboten wird ein Potpourri geiler Melodien, wobei „Melodien“ hier durchaus etwas weiter gefasst werden darf. Death, Black, Doom, Thrash und alles, was dem geneigten Metalhead sonst noch ordentlich die Rübe freibläst.

„Uh, im September regnet es doch…“
Alles nur Ausreden! Der ganze Bums findet in einer Landwirtschaftshalle statt. Und genau das ist einer der Punkte, die auch andere Magazine am Metal Embrace immer wieder hervorheben. Das Silence Musik Magazin bezeichnete das Festival schon vor Jahren als eines der Festivals in Sachsen-Anhalt, das den Underground-Charakter wohl am deutlichsten verkörpert. Gespielt wird in einer Halle – Wetter hin oder her.

Auch das Magdeburger Stadtmagazin DATEs brachte es 2024 ziemlich passend auf den Punkt und nannte das Metal Embrace schlicht „Klein aber fein“. Trotz der überschaubaren Größe wurde dabei das starke Billing hervorgehoben. Besonders gelobt wurde die Mischung aus internationalen Größen, lokalen Legenden und noch unbekannteren Bands. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz dieses Festivals aus.

„Ah, ich habe schon so viel Geld in…“
Keine Sorge, die Preise sind human und keiner zieht dich über den Tisch. Auch hier unterscheidet sich das Metal Embrace wohltuend von so manchem Großfestival. Kein Hochglanz-Zirkus, kein „Für ein Bier musst du deine Niere verkaufen“, sondern ein Festival, bei dem der Metal im Vordergrund steht.

Schauen wir mal auf das diesjährige Programm:

Mit von der Partie sind unter anderen Demonical, Graceless, Mystic Circle, Obscurity, Saturnus, Schizophrenia, Temple Of Dread, Slaughterday, Thron, Abrogation, Äera und und und. Insgesamt wartet das Metal Embrace 2026 mit einem ziemlich amtlichen Paket aus 15 beziehungsweise 16 Bands auf.

Ihr merkt, es wird bei diesem Festival gerade die härteste Fraktion angesprochen.

Death Metal, Black Metal, Doom und Thrash geben sich die Klinke in die Hand. Und trotzdem wird es nicht langweilig. Genau das ist eine weitere Stärke des Embrace: Das Billing muss nicht zwingend aus den größten Namen der Szene bestehen. Hier zählt eher, ob die Bands zum Festival passen und ordentlich was auf die Bühne bringen.

Neben den erwähnten Kapellen bekommen auch unbekannte Bands immer wieder eine Chance auf diesen, na ich möchte sagen, Familientreffen. Und genau das wird von der Presse ebenfalls immer wieder als Stärke des Festivals genannt. DATEs lobte beispielsweise ausdrücklich die Mischung aus internationalen Größen, lokalen Bands und Underground-Acts.

Das passt eigentlich ganz gut zu dem, was das Metal Embrace seit Jahren ausmacht: klein, gemütlich, laut und vor allem verdammt Metal.

Also jetzt habe ich genug gelabert.

Wenn du trotz alledem keinen Bock hast, dann ist das natürlich deine Sache. Aber ärgere dich gefälligst, wenn du später den Festivalbericht liest und dir die gemachten Fotos anschaust.

Denn dann wirst du feststellen: Du hättest einfach dabei sein sollen.

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