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OFF GRIEF – The Grief Tapes

Mario Waschkowski 13. August 2026 Review Keine Kommentare zu OFF GRIEF – The Grief Tapes

Mit The Grief Tapes legen OFF GRIEF im März 2026 ihre Debüt-EP vor. Vier Songs, 23 Minuten Spielzeit und ein entscheidendes Detail: Die EP wurde als Live-Recording aufgenommen. Statt auf klassische Studioperfektion zu setzen, wollte die Band ihr Zusammenspiel möglichst direkt und unverfälscht festhalten.

Den Anfang macht Kullgruve, der zunächst brachial nach vorne geht, sich nach etwa anderthalb Minuten aber komplett verändert. Ein ruhiges Intro setzt ein, aus dem sich die Spannung langsam aufbaut, bevor der Song wieder an Intensität gewinnt. Auch Castle Of Grief lebt von diesem Wechselspiel. Auf rasende Passagen folgen ruhigere Momente, bevor der Song erneut explodiert.

Deutlich kompakter präsentiert sich Swallow of Lies. Hier gibt es keine langen Anläufe, stattdessen geht es praktisch durchgehend direkt aufs Maul. Den Abschluss bildet Where The World Ends, das die EP mit einem epischen und düsteren Finale beendet.

Gerade durch das Live-Recording passt die unterschiedliche Dynamik der vier Stücke gut zum Konzept der Band. OFF GRIEF verstehen The Grief Tapes selbst eher als Momentaufnahme ihres aktuellen Zusammenspiels denn als endgültiges Produkt.

Für eine Debüt-EP ist das ein gelungener Einstand. Und weil die Songs offenbar stark vom gemeinsamen Spiel und der Interaktion leben, bleibt nach diesen 23 Minuten vor allem ein Wunsch: OFF GRIEF möglichst bald einmal live zu erleben.

Mario W.

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