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Dr. met. Stefan L. empfiehlt: TEMPLE OF DREAD – „Dreadspawn Dominion“

TEMPLE OF DREAD – „Dreadspawn Dominion“

Freunde des gepflegten Oldschool-Deathmetal aufgepasst! Das ostfriesische Gespann TEMPLE OF DREAD hat für den 07.08. den Release ihres neuen Albums „Dreadspawn Dominion“ angesetzt. Wie auch auf den anderen Publikationen der Truppe erwartet uns gepflegter Death Metal im Stile der 80er und 90er Jahre.
Doch einmal der Reihe nach: Das Akustik-Intro „Wings of Immortality“ hat mich sofort an das Tristram-Thema der Diablo-Videospielreihe erinnert (Release war glaube ich 1996). Passend dazu nehmen uns Temple of Dread mit in die griechische Unterwelt, an den Fluss Styx, wo Charon, der Fährmann für die Seelen der Verstorbenen, mit Hades, dem Gott der Unterwelt im Konflikt steht.


Im ersten eigentlichen Track „Dreadspawn Dominion“ geht es dann auch schon voll zur Sache. Hart, druckvoll, jedoch nicht mit überzogenem Tempo. Ganz im Stil der 90er Jahre eben. Der Gesang von Frontmann Jens Finger steht klar im Vordergrund und geht neben den Instrumenten niemals unter. Das liegt sicher nicht nur am m.M.n. sehr gelungenen Mastering, sondern auch daran, dass sich die Instrumentalisten in den Vokalpassagen mit technisch-virtuosen Raffinessen zurückhalten. Dafür bekommen wir einige fancy Gitarren-Soli zu hören – bei diesem Genre natürlich ein absolutes Muss! Erfrischend finde ich die abwechslungsreiche Gestaltung der Soli – wir bekommen hier von einfühlsamen getragenen Melodien bis hin zu virtuosem Tapping, das in wilde Whammy-Bar-Orgien gipfelt, das volle Spektrum. Sehr positiv ist mir auch der abwechslungsreiche Drumtrack aufgefallen – Schlagzeuger Jörg Uken scheut sich nicht, der Musik zwischen Blastbeats, Doublebass-Ausbrüchen und wilden Fills auch Freiraum zum Atmen zu lassen. Gerade in den ruhigeren Passagen bleibt er hier beachtlich präzise, wodurch die Musik niemals an Druck verliert. Schön finde ich auch immer wieder die Stellen, an denen das Schlagzeugs die Gitarren- und Bass-Riffs paraphrasiert und damit eine regelrechte „Wall of Rhythm“ aufbaut (u.a. schön in „Scorched by Cosmic Fire“ zu hören).


Im Vergleich mit den älteren Publikationen der Band fällt schon auf, dass die Besetzung um Daniel Maurer an der Gitarre und Andi Bauer am Bass erweitert wurde. So gelingt es der Truppe auch in Solo-Passagen, einen vollen und druckvollen Sound aufrecht zu erhalten.
Auch wenn die Band sich dem Deathmetal im Stile der 80er und 90er verschrieben hat – „Lo-Fi“ ist hier Fehlanzeige! Produktion und Mastering sind absolut auf dem Stand unserer Zeit und so präsentieren uns Temple of Dread ihr neuestes Album in feinster Audio-Qualität.

Dr.met. Stefan L.

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