
Vorax – Volcano Shock
Release: 27.06.2026
Vorax haben sich auf „Volcano Shock“ ganz dem Old School Death Metal verschrieben. Getriggerte Drums oder Samples sucht man hier vergeblich. Stattdessen setzt die Band auf einen rohen, handgemachten Sound, der hervorragend zur Musik passt. Das passt auch zur Entstehungsgeschichte, denn das Album wurde weitgehend analog aufgenommen und bearbeitet. Die fünf Musiker aus Zürich setzen dabei auf klassische Death-Metal-Tugenden und liefern acht Songs ab, die sich bewusst fernab aktueller Trends bewegen.
Gleich zu Beginn von „Magma Ocean“ gibt es dieses schön rotzige „Uah“, das direkt die passende Atmosphäre schafft. Anschließend setzt die Band überwiegend auf schwere Riffs und einen eher gemächlichen Groove statt auf permanentes Vollgas. Besonders der Bass fällt dabei positiv auf. Er knarzt ordentlich vor sich hin, ist gut im Mix platziert und verleiht den Songs zusätzlichen Druck. Dazu kommen immer wieder kleine Soli, die sich unaufdringlich in die Stücke einfügen und für Abwechslung sorgen. Auch stimmlich bleibt das Album abwechslungsreich und setzt immer wieder kleine Akzente, die den ansonsten tiefen Gesang auflockern.

Mit einer Spielzeit von gerade einmal 33 Minuten bleibt „Volcano Shock“ angenehm kompakt. Das Album wirkt dadurch konzentriert und verzichtet auf unnötige Längen. So richtig herausragende Highlights, die sofort hängen bleiben, gibt es für mich zwar nicht. Dafür entfaltet sich die Platte mit jedem weiteren Durchlauf ein Stück mehr. Immer wieder fallen kleine Details auf, die vorher im Gesamtbild untergegangen sind. Genau darin liegt letztlich auch die Stärke des Albums.
Inhaltlich bleiben Vorax ihrer Vorliebe für prähistorische Themen treu. Bereits auf der EP „Jurassic Dawn“ spielten Dinosaurier eine zentrale Rolle und auch auf „Volcano Shock“ ziehen sich Urzeitwesen, Naturgewalten und der Kampf ums Überleben durch die Songs. Das verleiht dem Album eine eigene Note, denn Dinosaurier und Naturkatastrophen sind im Death Metal dann doch nicht unbedingt Alltag. Vorax liefern damit ein gutes Death-Metal-Album ab, das mit jedem Durchlauf ein Stück mehr wächst. Wer mit klassischem Old School Death Metal etwas anfangen kann, sollte hier ruhig einmal reinhören.
Mario W.








