
Fear Connection – Where Suffering Remains
Neckbreacker Records VÖ: 21.11.2025
Mit Where Suffering Remains legen Fear Connection ihr zweites Full-Length-Album vor. Dabei knüpfen sie konsequent an die Stärken ihres Debüts an, ohne sich auf bloße Wiederholung zu verlassen. Aufgenommen wurde erneut im Soundlodge Studio bei Jörg Uken, was man der Platte von der ersten Minute an anhört. Der Sound ist druckvoll, klar und ausreichend roh, um nicht steril zu wirken. Gitarren und Drums sitzen fest ineinander, der Bass bleibt hörbar präsent, und der Gesang fügt sich ohne Effekthascherei ins Gesamtbild ein.
Musikalisch bewegt sich das Album fest im Death Metal, lässt aber immer wieder Thrash- und Punk-Impulse durchscheinen. Das Songwriting ist kompakt, meist direkt auf den Punkt, ohne unnötige Längen. Besonders The Devils Dance überzeugt mit seinem treibenden Riffing und klaren Spannungsbögen, während Human Greed Tragedy durch harsche Dynamikwechsel und einen angenehm aggressiven Grundton heraussticht. Hier zeigt sich, dass die Band nicht nur auf Geschwindigkeit setzt, sondern bewusst mit Groove und Struktur arbeitet.
Eine besondere Rolle spielt der instrumentale Titelsong Where Suffering Remains. Die Atmosphäre dieses Stücks hebt sich deutlich vom restlichen Material ab. Düster, getragen und mit einem Gespür für Raum und Spannung aufgebaut. Gerade weil hier auf Vocals verzichtet wird, entfaltet sich eine fast beklemmende Wirkung, die dem Album eine zusätzliche Tiefe verleiht und für mich als eines der absoluten Highlights herausstich.

Stärken des Albums liegen klar im handwerklichen Niveau und in der Konsequenz des Sounds. Fear Connection wissen, was sie spielen wollen, und ziehen das ohne Umwege durch. Eine gewisse Vorhersehbarkeit lässt sich dabei nicht ganz leugnen. Große stilistische Überraschungen bleiben aus. Allerdings fällt dieser Punkt kaum ins Gewicht, da die Umsetzung durchweg überzeugt.
Unterm Strich ist Where Suffering Remains ein starkes Death-Metal-Album, das sich meiner Meinung nach im oberen Bereich aktueller Veröffentlichungen bewegt. Ein guter Schritt nach vorn für eine Band, die ihre Position in der Szene immer mehr festigt. Für mich ein Death Metal Highlight in diesem Jahr. Hört unbedingt rein.
Hier geht es direkt zu einem lesenswerten Interview mit der Band!
Mario W.








