Es ist sehr angenehm an einen schnuckeligen Sonntag Nachmittag ein Konzert zu besuchen. Also auf nach Hildesheim! Ist ja gleich um die Ecke. 45 Minuten vor Konzertbeginn ist noch tote Hose, doch nichts desto trotz starten Surgical Strike pünktlich um 17:00.

Und zeigen das die Bay Area eigentlich in Sehnde ist. Die neue Exodus habe ich noch nicht gehört, denke aber das die Amis wenn der Zeitgeschichtliche Bonus und die Bekanntheit weggestrichen werden und die reine Musik bewertet wird, doch recht ins schwitzen kommen werden, wenn Stöpsel und Co die Bühne entern. Irgendwo zwischen Heathen und wie gesagt Exodus vereinen Surgical Strike Härte und Melodie. Leider war schon nach 7 Songs Schluss. Wer da noch nicht in der Kulturfabrik war, hat wirklich ein Highlight verpasst.

Aber weiter geht`s.

Als nächstes hat das Duo Webb die Bühne betreten. Bass und Gitarre live, das Schlagzeug ist vom Band gekommen. Wie der Saaltratsch mir geflüstert hat, lag die Situation daran das der Drummer Ende letzten Jahres das Handtuch geschmissen hat.
In diesen Fall Chapeau, das die beiden das so durchgezogen haben. Cool fand ich im Rückblick die Gesangsstimme die vor allen bei den Coverversionen punkten konnte. Ein Titel war z.B. „Nights in white satin“. Aus dem Titel wurde ein wunderschöner Gothic Metal Song.
Auch das treibente vom Band abgespielte Schlagzeug ist ein besonderes Merkmal der Band. Hört mal rein es gibt das eine oder andere zu entdecken.

Mit Senki, der dritten Kapelle des Abends rutschte das Programm musikalisch weiter in Richtung des Headliners. Fast alle Texte auf ungarisch mit viel Wut auf Politik und Gesellschaft vorgetragen, es war viel Dampf auf der Bühne. Die Jungs haben Potential, was leider noch nicht komplett ausgeschöpft ist. In ein paar Jahren werden sie als Headliner auf der Bühne stehen. Weiter so! Denn auf Scheibe sind sie schon jetzt richtig geil.

Wo Senki in Richtung Metal Ektomorf pendelten, ging es bei Shatter in Richtung Hardcore Ektomorf. Shatter hat die Professionalität an der Senki noch arbeiten. So entstand das erste mal an diesen Abend so etwas wie ein Moshpit (das Publikum war alles in allen sehr zurückhaltend). Auffallend war die Dynamik auf der Bühne und wie der Sänger das Publikum dirigiert hat. Auch bei der Formation lohnt sicher ein nachhören.
Eine kleine Anekdote am Rande. Ein etwas stärker angetrunkener Fan hat Shatter mit Ektomorf verwechselt und immer wieder „Outcast“ gefordert. Nach einen dezenten Hinweis und einem „ach Scheiße“, sowie einigen Lachern. War auch diese Situation geregelt.

Kommen wir zum Headliner. In den 75 Minuten ihres Auftritts haben Ektomorf 15 Songs gerissen. Viel Interaktion mit den Publikum gab es zwischen den Liedern nicht. Dafür forderte Zoli immer wieder zum springen auf. Auch die Nummer die ich wie die Pest hass (hinhocken und auf Signal aufspringen) war mehrfach im Repertoire. Die neuen Stücke haben sich nahtlos in die alten Klassiker eingefügt. Natürlich lag sehr oft ein „Fuck you“ in der Luft. Das war aber nicht nur von der Band. Auch die bisher zu beobachtende Passivität der Zuhörer wich je länger die Jungs auf der Bühne waren. Bei einer längeren Spielzeit wäre sicherlich eine absolute Eskalation die Folge gewesen. Ihr merkt ich wollte die Truppe länger auf der Bühne haben!

Fazit, ein gelungener Sonntag Nachmittag!
Foto/Text: S.R.










