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Helmfest Tag 2- Geile Bands, alt Bewährtes und so manche Überraschung

Ihr kennt die Situation, Festivalzeit und Familie. Manchmal etwas schwer unter einen Hut zu bringen. So war die Situation auch bei mir. Das Ergebnis: Die ersten beiden Bands, liebe Leutz habe ich, der alte Sack leider verpasst. Bei diesen Umstand habe ich ein richtig schlechtes Gewissen, da Norman von Lupus mir kein Unbekannter ist. Ich erinnere mich z.B. an den Weihnachtsmarkt des Reitvereins Haldensleben usw. Sorry Freunde.

Wenn mir das mit der nächsten Kapelle passiert wäre, na dann wäre mir die Haue garantiert gewesen. Bei Heavens Guard schwingt Steven die Axt. Dieser Kollege hat schon einige Veranstaltungen an den ich beteiligt war abgemischt. Was ist zur Band zu sagen, Hannovers Antwort auf Nightwish. So präzise wie an diesen Nachmittag habe ich sie noch nie gesehen. Es hat sich einiges getan, nicht, nicht nur musikalisch sondern auch in der Besetzung. Nach den Auftritt werde ich sie mir mal schnappen und auf den Zahn fühlen. (Das ist mir leider nicht gelungen, ich verspreche das wir auf jeden noch in diesen Jahr ein Interview nachschieben!)

Mit ihrer Band Paragon bringen die Hamburger die 80er wieder auf die Bühne. Was soll ich sagen, vom Aussehen denke ich mir, das auch, bis auf den Schlagzeuger alle damals bereits aktiv waren. Da trifft Erfahrung auf Können. Das ist der Stoff der die Szene groß gemacht hat. Jetzt schnell auf den Punkt, ich möchte den Rest der Show sehen!

Natürlich habe ich nach der Show noch ein Album der Herren gekauft. Und kurz mit dem Mann am Bass gesprochen. Ein Echter Rocker, der Jan, trotz Verletzung an der Brust und Schmerzen hat er das Helmfest gerockt. Das nenne ich mal Einsatz!

The Cryptext präsentierten Progrock quer durch den Gemüsegarten. Bei einen Lied denkst du an Rhush, was ja per se geil ist. Bei einen anderen kommen einen Musical oder Pop mit Gitarre in den Kopf. So etwas hätte ich hier nicht erwartet. Aber die Mischung machts und dafür ist das Helmfest ja bekannt. Für einen heißen Festival Tag war mir das ein echt schwerer Brocken. Vielleicht sollte ich Zuhause noch einmal nach hören.

Für was ist Italien bekannt? Käse, Wein? Power Metal? Und genau das machen Arsea. Hervorragende Musiker nur leider ist es nicht meins. Im Pressezelt wurden sie gelobt und gefeiert, nur mir ist es etwas zu ruhig. Oh, während ich das schreibe, drücken sie das Gaspedal etwas durch. Überzeugen können sie mich leider trotzdem nicht. Na, Geschmäcker sind halt verschieden.

Mit Eden weint im Grab betreten Musiker die die Bretter die, die Welt bedeuten, die ich schon einmal interviewen durfte und deren Musik mir auch gut bis sehr gut gefällt. Bei sechs Musikern ist richtig was los auf der Bühne. Die Texte wie der Name für uneingeweihte schon vermuten lässt auf deutsch, passen super zur Musik und Atmosphäre. Das ist nicht bei allen Bands die in unserer Muttersprache singen so. Viele driften Richtung Hochzeitszeitung ab. Nicht so Eden weint im Grab. Mit ihrer Musik schaffen sie es ein dichtes Atmosphärisches Gemälde zu malen. Der Golden Dawn trifft auf Dark Metal. So jedenfalls mein Empfinden. Noch zu erwähnen ist Doktor Eksteins Publikums und Band Animationskünste.

Wir nähren uns dem Headliner des Tages, Obscurity. Und die starten wie immer rasant. Erst dachte ich „scheiße“ so wenige Leute vor der Bühne, das hat die Band nicht verdient. Aber die „alten Götter“ haben anders entschieden und eine doch beachtliche Anzahl an Besuchern strömt zur Show. Eine Coole Mischung an alten und neuen Liedern wurde präsentiert. Diesmal wurde auch alles in der entsprechenden Geschwindigkeit gespielt. Beim Dark Troll waren die Backing Tracks ja etwas schneller und haben somit auch die Band vor sich her getrieben. Eine schöne Geste war auch das herausstellen von Edelgard, mit 98 Lenzen die Stubenälteste beim Helmfest. Leider gab es mitten im Set einen Ausfall der PA. Der währte nur kurz und wurde von der Band und den Fans mit Fassung getragen. Lag es vielleicht an der Aufforderung sich auszuziehen? Wer weiß?

Endgeist, die letzte Band des Abends, kann man so umschreiben, musikalisch ja! Leider konnte man kaum etwas sehen. Na gehört ja zum Post Black Metal dazu, man könnte ja sonst die Regungen der Musiker erkennen. Musikalisch wie gesagt meine Kragenweite, es war auch ein wenig moderner Death mit dabei. Eigentlich wollte ich mir was von der Band kaufen. Das hat leider nicht geklappt, Schade! Auf jeden Fall landen die bei mir auf dem Merkzettel. Nur Fotos mache ich da nicht.

Fazit des Tages: ich habe einiges neues kennengelernt z.B. Paragon (von der Kapelle steht jetzt ein Album in mein Regal) und auch Bekanntes in sehr guter Form gesehen (Obscurity, Heavens Guard). Einiges muss Zuhause noch aufgearbeitet werden. Da hoffe ich die entsprechende Zeit zu finden. Genau so sollte ein Familientreffen in unserer Gemeinschaft aussehen.

So schnell ist ein Festivaltag Geschichte!

Text/ Foto: Sven Richter

 

 

  

 

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