
Ragnarök Festival 2026
Die Anreise zum Ragnarök war von uns beiden getrennt, Sven (Fotograf) mit dem Auto und ich bin mit dem Zug angereist. Am Bahnhof Erfurt hat man schon die ersten Metalheads getroffen. Umstieg und mit der Regio nach Coburg, dort am Bahnhof wurden es schon mehr schwarze Gestalten. In dem Zug nach Lichtenfels waren es schon viele Fans ihn ihren schwarzen Shirts. Der Check-in in unserer Ferienwohnung ging zügig und das Bändchen holen am Einlass war auch sehr schnell erledigt. Leider hat sich der Einlass aufs Gelände und in die Halle um 30-40 min nach hinten geschoben, den Grund habe ich leider nicht erfahren.
Trotz des späten Einlass war pünktlicher Beginn … die Halle war dafür schon gut gefüllt. Die Melodie Death Metal eröffnen das diesjährige Ragnarök-Festival. Nephylim wurden 2015 in den Niederlanden gegründet und haben 2 Alben plus EP veröffentlicht. Die fünfköpfige Band spielt mit zwei Gitarristen und das hört man an Ihrem Sound, der sehr Gitarrenlastig ist. Tijn an den Vocals schafft es geschickt den Clean-Gesang mit Growls zu vermischen. Leider war nach 35 min schon vorbei.

Der Merchstand ist zum Glück sehr geräumig und im Eingangsbereich, was aber nicht den Konzertbereich beeinflußt. Nephylim hat ihr neues Album als CD und Vinyl natürlich am Merchstand dabei und man kann es käuflich erwerben.

Weiter geht es im Program mit der progressiven Death Metal Band In Vain aus Norwegen. Mit dem Intro fühlte ich mich in Mittelalter versetzt, was In Vain einem schnell eines besseren belehrte, den Sie spielen erstklassigen Death Metal. Die Band hat schon ein paar Jahre auf den Buckel, den 2003 gegründet und 5 Release sind Ihr Eigen. In Vain spielen mit 2 Gitarristen, wobei Johnar zusätzlich noch den Gesang übernimmt. Johnar singt Clean und die Band spielt für eine Death Metal einen schnellen Sound. Die Gitarristen dürfen sich auch mal austoben, was die Show sehr abwechslungsreich macht.

Nach 2 Bands mußte ich mir das Außengelände anschauen. Am Cudgel-Stand haben wir Tobi vom Party.San und Cudgel getroffen, wir drei haben uns angenehm unterhalten bzw. Informationen ausgetauscht.

Eins von vielen Vorteilen auf dem Ragnarök ist die Einhaltung der Zeit – Running Order. Als nächstes auf dem Programm waren IOTUNN aus Kopenhagen. Iotunn spielen melodischen Doom bzw. Death Metal, ich dürfte Sie auf der letzten Tour mit Dark Tranquillity bewundern. Ein sehr düsteres Intro eröffnet für Iotunn. Jon erscheint in einem Gewand und hat als Mikrofonständer einen Lampe. Jon singt clean mit teilweise sehr hohen Stimmlagen, parallel singt er noch für Hamferð von den Färöer Inseln. Der Sound ist sehr drumlastig und kommt immer öfters mit schönen Double Bass um die Ecke. Gegründet wurde die Band erst 2015 und haben 2024 ihr zweites Release veröffentlicht.

Jetzt wird es düster, finster und heilig. Es ertönen die Kirchenglocken und die Band fordert Ihre Jünger zum Erscheinen auf. Mein persönlicher Headliner des ersten Tag betreten die Bühne aus Bamberg. Die Black Metal Band hat sich 2017 gegründet und promoten Ihr fünftes Album was am 03.04.2026 erschien. Die Bühne ist dunkel gehalten und im Hintergrund leuchtet ein Rotes Kreuz. Die Band erscheint komplett vermummt und legen sofort los. Noise erscheint als Art Bischof und segnet seine Jünger (die Bandmitglieder) bei dem Song Show mercy vom aktuellen Release. Noise arbeitet sehr viel mit den Händen bwz. drückt dadurch die Gesten sehr gut aus. Man merkt Non Est Deus live nicht an, das Sie ohne Bassisten auskommen, der Sound ist sehr gewaltig und die Pyros werden geschickt eingesetzt. Es darf natürlich der Klassiker Fuck you god vom Release Impious nicht fehlen, dort wird alles aufgefahren: Pyro, Nebel und Weihwasser. Jetzt heißt es … Bier.

Man muß sich beeilen, da die Umbaupausen durch die 2 Bühnen max 10 min betragen. Es ertönt ein Intro mit klassischen Elementen und eine weiter Band aus Norwegen entern die Bühne. Die 1993 gegründeten Einherjer spielen ihren Viking Metal. Die Band hat 9 Alben veröffentlicht und am 19.06.2026 erscheint ihr neues Album. Der Sound wird durch die zwei Gitarristen bestimmt, was mich als „Gitarren-Freak“ freut. Für mich sind Einhejer die positive Überraschung des ersten Tages. Ich habe leider Einherjer bis jetzt nie richtig wahrgenommen, was sich seit heute ändern wird.

Dann Abschluss für den ersten Tag machen Аркона aus Moskau. Аркона spielen Pagan Folk Metal und haben eine große Anhängerschaft. Die Halle ist sehr voll. Die Band gibt es seit 2002 und sie haben 10 Alben, diverse Live und Compilations veröffentlicht. Masha ist sehr gut drauf und die Fans feiern Аркона richtig ab. Аркона baut bei Ihren Songs immer eine schöne Atmosphäre auf. Leider kommt für meinen Geschmack zuviel vom Band. Der Merchstand von Аркона ist sehr gut bestückt mit 7 Release und sehr vielen Shirts.
Für mich reicht es für heute.
Foto: Sven Richter
Text: Frank


















