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Templar – Conquering Swords

Mario Waschkowski 26. Februar 2026 Review Keine Kommentare zu Templar – Conquering Swords

Templar – Conquering Swords
Jawbreaker Records | Release: 27.02.2026

Templar legen mit „Conquering Swords“ ein Debüt vor, das nicht modern klingen will. Die Platte setzt von Anfang an auf Atmosphäre und Substanz. Der Sound bleibt angenehm erdig und warm, was der Musik spürbar zugutekommt. Alles wirkt direkt und lebendig.

Die Produktion trägt viel zur Wirkung bei. Die Gitarren klingen offen und natürlich. Der Bass hat Druck und Präsenz. Das Schlagzeug bleibt trocken, klar und unaufgeregt. Nichts drängt sich unnötig in den Vordergrund. Diese Bodenständigkeit passt hervorragend zum musikalischen Ansatz der Band und sorgt dafür, dass das Album durchgehend stimmig wirkt. Templar spielen klassischen Heavy Metal. Deutlich traditionell. Schwedisch gefärbt. Die Gitarrenarbeit steht klar im Zentrum. Riffs und Melodien mit Gefühl. Harmonien, die sofort hängen bleiben. Die Songs entwickeln sich organisch und behalten stets eine angenehme Natürlichkeit.

Zu den stärkeren Momenten zählt klar „Rainbow’s End“. Hohes Tempo, ein sehr cooler Refrain und genau die Art von Energie, die live für Bewegung sorgen dürfte. „Excalibur“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Ebenfalls druckvoll. Ebenfalls mit klarer Ausrichtung nach vorne. Beide Songs zeigen sehr gut, wo die Stärken der Band liegen. Der Gesang dürfte nicht jeden sofort abholen, genau das macht ihn interessant. Die Stimme wirkt eigenständig, stellenweise kantig, fügt sich aber trotzdem, oder gerade deswegen gut ins Gesamtbild ein. Sie hat Charakter und Wiedererkennungswert, was der Musik zusätzliche Tiefe verleiht.

Auch die Einflüsse sind klar erkennbar. Die Nähe zur klassischen schwedischen Schule im Stil von Heavy Load ist spürbar. Die Band versteht es, traditionelle Elemente lebendig und glaubwürdig umzusetzen. Genau das verleiht dem Album seine Stärke. „Conquering Swords“ ist ein geschlossenes, rund wirkendes Debüt. Heavy Metal, der sich natürlich anfühlt. Mir gefällts und ich bin sicher, dass die Platte bei mir noch öfter seine Runden drehen wird.

Mario W.

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