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VERHEERER – LIVE IM BÉI CHÉZ HEINZ HANNOVER

SUPPORT: SUN WORSHIP, JÆHZORN

Am Freitag 05.06.2026 gastierten die Black Metal Bands Verheerer, Sun Worship und Jæhzorn im Rahmen der Cries Of Damnation Veranstaltungsreihe im Béi ChézHeinz in Hannover.

Verheerer

Verheerer

Verheerer

Der Headliner eröffnete den Abend, das hat selbst der Schreiberling dieser Zeilen mit über 40jähriger Konzertbesuchserfahrung noch nicht erlebt. Nun denn…Die Combo aus Flensburg eröffnete den Abend und ist die Einzige bisher mir bekannte Band (bis dato live aber noch nicht gesehen habe), in Folge dessen hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung mitgebracht. Und die wurde nicht enttäuscht. Wuchtige Midtempo-Passagen und rasende Blastbeats treffen auf sägende Riffs in einer teils hymnischen Dramaturgie. Gerade in den längeren Songs haben sie mich überzeugt, denn hier kommt die große Stärke des Quartetts zum Tragen. Roher epischer Black Metal, wo sich heftiges Geballer mit eher ruhigen Abschnitten inklusive melodischer Ansätze nuancenreich abwechselt. Zum Schluss haben sie dann noch einmal stark aufgedreht und mich mit ihrem insgesamt einstündigen Set richtig mitgenommen. Schade war nur dass der Sound am Anfang etwas scheppernd klang, aber da wurde zum Glück schnell nachjustiert.

Sun Worship

Sun Worship

Als zweite Band betraten Sun Worship aus Berlin die Bühnenbretter. Und die legten gleich ohne Umschweife los. Das Duo spielte von der ersten bis zur letzten Sekunde ihren kompromisslosen und doch sehr unkonventionellen Schwarzmetall gepaart mit einer tollen Hardcore Punk Attitüde gnadenlos durch. Der Auftritt war eindreiviertelstündiges und intensives Black Metal Gewitter vom aller feinsten und für mich das Highlight des Abends. Live ist diese Band ein Inferno und hat den Ladenrichtig abgerissen. Weiter so!

Sun Worship

Jæhzorn

Jæhzorn

Der letzte Gig des Abends war der Braunschweiger Formation Jæhzorn vorbehalten. Die seit 2024 aktive Band hat bisher lediglich 1 EP veröffentlicht und spielt einen recht traditionellen und doch sehr ruppigen Black Metal mit Anleihen an die seligen Achtziger. Es war ein kurzweiliger und auch mitreißender Auftritt, der allerdings nacheiner halben Stunde jäh zu Ende war und viele Konzertbesucherinnen und –besucher (darunter der Autor dieser Zeilen) etwas ratlos zurückließ. Viele hatten das Gefühl zum Schluss etwas abrupt stehengelassen worden zu sein. Schade.

Jæhzorn

Fazit

Jæhzorn

Insgesamt war es ein vergnüglicher Abend, der sicherlich ein bisschen mehr Publikum hätte gebrauchen können. Man hätte die Bands in umgekehrterReihenfolge spielen lassen sollen, denn so ist gerade der Auftritt von Jæhzorn zum Schluss etwas “untergegangen“ – und das hat keine Band der Welt verdient.

Jæhzorn

Text: Enzo Clopedini

Fotos: JJ

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