Am 08.04.2026 spielten im altehrwürdigen Logo Hellripper den Hamburg-Gig ihrer Goatcraft & Granite Tour. Flankiert wurden sie dabei von Sarcator und Schizophrenia. Ein durchaus lohnendes Bandpaket. Entsprechend war die Show bereits im Vorverkauf ausverkauft. Wer auf die Abendkasse hoffte, kam vergebens.

Um 19 Uhr öffnete das Logo seine Pforte, die beachtliche Schlange bewegte sich in den Innenraum. Die Merchtable waren reich gedeckt. Von Alben über Shirts zu Patches und mehr, hier konnte jeder fündig werden. A pro pros Patches, die Kuttenquote war den Abend auffallend hoch.

Die Show hatte einen straffen Zeitplan, drei Bands in drei Stunden. Da waren die Umbaupausen knapp bemessen, aber der Zeitplan funktionierte.

Um 20 Uhr betraten Sarcator die Bühne. Das Set war wild, energiegelanden und leider viel zu schnell vorbei. Die jungen Schweden gaben 40 Minuten Vollgas, das Publikum wurde mitgerissen. Ihre Musik ist schnell und zügellos. Ein Mix mit Einflüssen aus Punk, Death, Black und Thrash Metal. Ihre Setliste bediente sich aus ihren beiden Alben, dazu gab es ein Cover der schwedischen Punkband Anticimex.


Nach einem flotten, nur zehnminütigem Changeover betraten Schizophrenia um 20:50 Uhr die Bühne. Der zweite Auftritt des Abends steht dem Ersten in nichts nach. Das Publikum lässt sich erneut mitreißen. Schnelle Riffs schallen durch das Logo. Die Musik bleibt ein wilder Mix aus Thrash und Death, mit großen Teilen Speed und Black. High Energy auf und vor der Bühne.

Wieder einmal reißen die Belgier Hamburg ab. Das letzte Mal waren sie im Vorprogramm von Canibal Corpse, und auch dort goldrichtig.

Auch Schizophrenia bauen zwei Cover in Ihr Set mit ein. Für die Freunde ausgedehnter Balladen wird Napalm Death „You Suffer“ in einer Extended Version zum besten gegeben. Gefolgt von Slayers „Necrophiliac“.
Dies wird die letzte Tour zum Debütalbum. Bald kommt neues Material, man darf gespannt bleiben. Wie auch schon bei Sarcator wird wenig Zeit auf Pausen zwischen Songs vergeudet. Die Ansagen sind knapp, humorvoll und dann wird schon wieder Vollgas gegeben. Aus dieses Set ist viel zu früh vorbei.

Der folgende Changeover wirkt an diesem Abend mit 20 Minuten richtig ausgedehnt. Um 22 Uhr geht es auf die Zielgerade: Hellripper betreten die Bühne. Die Schotten sind auf Ihrer Tour zum aktuellen Album Coronach.

Gespielt wurde eine Stunde lang ein Querschnitt Ihrer Diskographie. Das Publikum wurde mit einbezogen. Die Menge kochte. Crownsurfer landeten auf der Bühne. Kommentiert vom Sänger mit „I love it!“ und „Keep him alive!“. Der erst Crowdsurfer blieb nicht lange auf der Bühne. Eine Geste in die Mitte des Publikums, er drehte sich leicht und stagedivete von der, zugegeben flachen, Bühne.
Im Lauf der Show kam es immer wieder zu Crowdsurfern. Sobald sie kurz vor der Bühne waren, wurde auf der Bühne etwas Platz gemacht. Dabei spielte die Band routiniert weiter. Man scheint Erfahrung zu haben…
Die Interaktion mit dem Publikum gelang. Eine tobende Menge moshte ausgelassen vor der Bühne. Der Gesang gewohnt markant. Die Musik blieb technisch anspruchsvoll und abwechslungsreich innerhalb der extrem Genres. All Hail The Goat!
Schall und Laut bedankt sich beim LOGO für die Akkreditierung.
Text: TJ und JJ
Fotos: JJ







