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Paradise lost Ascension of Europe Tour 2026 – Part 2

 

Paradise lost EU Tour 2026 Part 2

Auf dem Weg zum Capitol gab es schon auf der Ihme-Brücke eine sehr lange Schlange. Es war 18:45 Uhr und Einlass sollte 19 Uhr sein. Die ganze Menschenmenge rührt auch daher, das im Lux eine Parallelveranstaltung war. Der Einlass ging aber sehr zügig. Gerade so angekommen und orientiert, da kamen schon die ersten Klänge aus den Boxen. Es wäre gerade 19:25 Uhr und laut Internet war der Beginn für 20 Uhr vorgesehen.

betreten die Bühne und legen mit den Song Destination woe vom letzten Album The Loss of Beauty los. Shores of null stammen aus Rom und sind Matteo (Bass), Emilano (Drums), Davide (Vocals), Gabriele & Raffaele (Guitars). Die Halle füllt sich von Song zu Song.

Der Sound ist sehr kompakt und druckvoll, es sticht nicht die Gitarre oder ein anderes Instrument heraus sondern alles kommt wie aus einem Guss rüber. Davide singt tief und clean.

Es folgt An easy Way und The white wound von der Split Latitudes of sorrow, das sind die aktuellsten Song aus Jahr 2025 und erinnert sehr an Paradise lost aus der Draconian times Phase. Es folgt Donau von zweiten Release,  bevor mit The last flotter und My markest years vom letzten Album das Finale sich ankündigt. Das Publikum nahm die 35 min Spielzeit dankend an.

Es folgt ein sehr kurzer Umbau und Saturnus stürmen die Bühne. Der Sound wird härter und der Stil ist aggressiver. Saturns stammen aus Kopenhagen und legen mit The Storm within vom aktuellen Album soll. Die Stimmung steigt immer mehr im Publikum, das Capitol ist sehr gut gefüllt.

Saturns haben schon einige Jahre auf dem Buckel, sie wurden 1993 gegründet und haben auch eine große Anhängerschar im Publikum gefunden. Thomas (Vocals) singt sehr tief und clean und wird von Brian (Bass) und Henrik (Drums) angetrieben. Die beiden an seiner Seite (Indee und Julio) runden den doomigen, melodischen Sound sehr gut ab.

Es folgt die kurze und schnelle Nummer Empty handed vom 2. Release aus dem Jahr 2000. Forest of Insomnia ist wieder ein epischer Song mit einem schönen instrumentale Ende. Mit I long ist Saturns ein melodisches Glanzstück gelungen, was das Publikum auch lautstark bekundet. Das Publikum wird von Thomas nochmal angeregt für den Klassiker Christ Goodbye von Debüt Album alles zu geben.

Die 50 min Spielzeit waren sehr kurzweilig und leider zu schnell vorbei.

Der Umbau dauerte logischerweise länger, das das Drumset von den Vorbands abgebaut werden müssen.

Als um 21:30 Uhr Paradise Lost die Bühne betreten, war im Publikum kein halten mehr, zumindest was man von vorne sehen konnte. Man eröffnet mit Serpent on the Cross vom aktuellen Album Ascension. Nick hat das Publikum sofort im Griff, obwohl sein Aktionsradius sehr klein ist. Mit Tragic Idol kann man nichts verkehrt machen. Steve ist bescheiden wie immer und steht im Hintergrund und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Ein Highlight folgt schon sehr früh mit True belief, wo Greg sein ganzen können zeigt. Ich habe schon einige Jahre Paradise lost nicht mehr live gesehen und war von Greg seinen Mähne positiv überrascht. Der Song wurde abgefeiert und das Publikum war sehr textsicher.

Bei One second gehen zum ersten mal die Handys vermehrt in die Höhe und Aaron muß sich seine Gitarre vom Schweiß trocken wischen.

Es folge mit Once Solemn ein Song von meinem Lieglingsalbum, für viele das Album wo sich die Fanlager trennen, für die Masse geht es in die zu kommerzielle Richtung, für mich ein perfektes Gothic-Melodic-Death-Metal Album. Die Fans vor Ort haben Once Solemn begeistert aufgenommen und es wurde lautstark mitgegröllt.

Faith divides us – Death unites us ist der Song vom Album, wo Paradise lost wieder zu alter Tugend zurückfinden. Mit Pity the sadness wird der Motor nicht nur 1 Gang höhengeschaltet. Aaron bangt wie ein verrückter, wie man da noch so gute die Gitarre bedienen kann, zeigt wie erfahren diese Band ist.

Salvation ist der 2. Song vom aktuellen Album. Nothing sacred folgt ein Stück vom Album Host, was die Fanlager gespaltet hat, aber heute und das Publikum tut dem keinen Abbruch bei der Party. Aaron bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, genauso wie er bei fast jedem Stück zum Handtuch greifen muß.

Es folgen Tyranns Serenade, Requiem und Mouth bevor mit Say just words das Ende eingeleitet wird. Nach 65 min gehen Paradise lost von der Bühne.

Paradise lost lassen sich nicht lange bitten und legen mit No celebration den Zugabenpart los. Es folgt Ghost wo Steve dann mit einem Bass Solo doch ein bißchen in den Vordergrund tritt, Ehre wem Ehre gebührt.

Mit Silence like the grave von Ascension Album beschließen Paradise lost den Abend.

Danke an Hannover Concerts für die Akkreditieren. Dadurch konnte ich von der Seite das Konzert genießen und mußte positiv feststellen, das auch die jungen Sanitäter/innen auf Metal stehen und teilweise mitbangen.

Bericht: Frank Knierim

Fotos: Sven Richter

 

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