kernkraftritter.de

ZEPTER – Zepter

Mario Waschkowski 17. Februar 2026 Review Keine Kommentare zu ZEPTER – Zepter

ZEPTER – Zepter

High Roller Records | Release: 20.02.2026

Mit „Zepter“ legen die österreichischen Newcomer ZEPTER ein beeindruckendes Debüt vor. Schnörkelloser, ehrlicher Heavy Metal ohne überflüssige Spielereien. Keine sterile Hochglanzproduktion, kein aufgesetztes Retro-Konzept. Stattdessen direktes Riffing, viel Energie und eine angenehm bodenständige Ausrichtung. „Slasher On The Highway“ eröffnet die Platte mit genau der richtigen Mischung aus Drive und Zug nach vorne.

Ein echter Pluspunkt ist die Produktion. Das Album klingt organisch, angenehm erdig und schön underground, ohne jemals ins Rumpelige abzurutschen. Nichts wirkt glattpoliert oder überproduziert. Die Gitarren und der Bass haben genau den richtigen Biss und das Schlagzeug klingt natürlich und druckvoll. Diese Balance passt perfekt zur Musik und trägt entscheidend zur Wirkung der Platte bei.

Musikalisch setzen ZEPTER auf die klassischen Heavy-Metal-Tugenden. Die Gitarrenarbeit steht klar im Mittelpunkt: prägnante Riffs, starke Leads und immer wieder diese eingängigen Twin-Harmony-Melodien, die dem Ganzen einen klaren Thin-Lizzy-Touch verleihen. „Everlasting“ und „Hit The Streets“ gehen sofort ins Ohr. Ein klares Highlight ist „The Exterminator“, der die NWOBHM-Schlagseite mit sichtlicher Spielfreude auslebt. Der Song überzeugt durch Direktheit, Tempo und einen Refrain, der sich sofort festsetzt. Auf jeden Fall ein Anspieltipp. Sehr stimmig fällt auch die Coverversion „Lonely Night“ aus, im Original von der schwedischen Band Screem. Der Track fügt sich überraschend nahtlos ins Gesamtbild ein und sorgt für eine willkommene Nuance, ohne den Fluss der Platte zu stören.

Die Spielzeit von gut 34 Minuten ist einerseits fast etwas schade, andererseits aber auch eine klare Stärke. Kein Platz für Füller. „Zepter“ ist kompakt, hat keine Längen und funktioniert genau deshalb so gut. Man hört die Platte durch und startet sie direkt nochmal. Beim Cover musste ich sofort an Skeletor von Masters of the Universe denken. Unterm Strich liefern ZEPTER ein Debüt, das durch Riffs, Hooks und Atmosphäre überzeugt. Ich kann jedem empfehlen, sich die Platte anzuhören. Macht richtig Spaß.

Mario W.

Like this Article? Share it!

About The Author

Leave A Response