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Bone Horse Blast Vol. I in der Subkultur Hannover – Konzertbericht

Bone Horse Blast Vol. I in der Subkultur Hannover – Konzertbericht

Mit dem Bone Horse Blast Vol. I wurde die Subkultur Hannover am 17.01.2026 zum Treffpunkt für die lokale Death-Metal-Szene. Drei Bands, ein überschaubares Billing und ein Club, der an diesem Abend spürbar gut gefüllt war. Ein Rahmen, in dem solche Konzerte funktionieren. Ein entscheidender Faktor des Abends war der konstant starke Sound. Alle Bands profitierten von einem druckvollen, klaren und ausgewogenen Mix, bei dem jedes Instrument sauber zur Geltung kam. Gerade bei Death Metal ist das keine Selbstverständlichkeit und machte es möglich, die Sets wirklich auszukosten.

Auch die Stimmung in der Subkultur war entsprechend positiv. Viele Gespräche während der Umbaupausen, sichtbare Zufriedenheit im Publikum, das bei allen Bands mitging. Zwischen den Bands meldete sich der Vorstand des veranstaltenden 30666 – City of Metal e.V. zu Wort, bedankte sich bei Bands, Helfenden und Publikum und setzte vor dem letzten Act ein wichtiges Zeichen: Der Abend wurde gut angenommen, und an einer Fortsetzung in Form von Bone Horse Blast Vol. II wird bereits gearbeitet. Der darauffolgende Applaus machte deutlich, dass diese Ankündigung nicht als Floskel wahrgenommen wurde, sondern als verlässliches Versprechen, hier eine Konzertreihe zu etablieren.

Compressor

Compressor eröffneten den Abend mit Death Metal, der klar vom Thrash geprägt ist. Die Band aus Hildesheim spielte ein Set, das mit „Nailgun Preacher“ endete. Einem der neueren Songs aus 2024, der einen guten Eindruck davon vermittelte, wohin sich ihr Sound entwickelt. Auf eine Zugabe wurde leider verzichtet. Neues Material in Albumlänge wäre in Zukunft auf jeden Fall spannend.

Inquiring Blood

Als lokale Größe sorgten Inquiring Blood für eine spürbare Vertrautheit im Raum. Das Publikum war bereits gut auf Betriebstemperatur und nahm das Set entsprechend direkt an. Mit „Das Fleisch“ stellten sie einen neuen Song mit deutschem Text vor, während der Groove von Stücken wie „Horsekiller“ oder „Bone Factory“ spürbar aufs Publikum übersprang und zum Headbangen animierte. Die Zugabe bildete einen passenden Abschluss ihres Sets.

Atomwinter

Mit Atomwinter erreichte der Abend seinen Höhepunkt. Bereits der Einstieg mit „Catacombs“ machte klar, in welche Richtung es gehen sollte, gefolgt von „Ghouls of the Pit“ und „Sakrileg“, die zu meinen persönlichen Highlights des Sets gehörten. Der Old-School-Death-Metal der Göttinger entfaltete vor allem live seine Stärke und traf auf ein Publikum, das sichtbar mitging. Ohne große Gesten oder Showelemente konzentrierte sich die Band auf das Wesentliche: Songs, Druck und Spielfreude. Die Dynamik zwischen Bühne und Publikum steigerte sich über das Set hinweg und machte Atomwinter zu einem stimmigen Abschluss des Bone Horse Blast Vol. I.

Fazit

Der Bone Horse Blast Vol. I wurde vom Publikum gut angenommen. Die Subkultur war gut gefüllt, die Stimmung durchgehend positiv und die Freude über den Abend deutlich spürbar. Der durchgehend starke Sound und ein Veranstalter, der offen kommuniziert und bereits eine Fortsetzung ankündigt, rundeten das Bild ab. Mehr braucht es nicht. Wenn dieser Ansatz mit Vol. II weitergeführt wird, hat Hannover hier nicht nur einen gelungenen Konzertabend erlebt, sondern den Auftakt zu einer festen Underground-Reihe.

Mario W.

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