MAGGOTS
Tag 2 startet mit Death Metal aus Brandenburg. MAGGOTS sind seit 1998 aktiv und spielen mit einen sehr variantenreichen Todesmetall, der eigentlich schon mehr Erfolg hätte bringen müssen. Das Trio spiel intensiv und furios. Die frühe Startzeit und das etwas zu sonnige Wetter sprachen leider gegen angemessenen Zuschauerpräsenz, aber wer den Auftritt verpasst hat ist selber Schuld. Von meiner Seite aus gibt es nix zu meckern, sondern ganz im Gegenteil eine Empfehlung in die bisherigen Veröffentlichungen der Band mal rein zuhören…

THRONECULT
Thronecult aus Sachsen waren die nächsten im Billing. Musikalisch sehr guter Black Metal ohne Makel, allein das offensichtlich gelangweilte Auftreten der Band, das an die Dynamik von Proberaum-Auftritten erinnerte, warf einen dunklen Schatten. Das Album „Essence of Eternity“ ist allerdings durchaus zu empfehlen. Live sollte die Band noch an der Präsentation ihrer Musik arbeiten. Nächstes Mal bitte mehr Engagement….

GRABUNHOLD
GRABUNHOLD sind eine deutsche Band, die sich lyrisch dem Tolkien-Mythos verschrieben hat.. Ein stimmiges Bühnen-Outfit der Akteure, welches annähernd zu dem lyrischen Konzept passt, trägt zu dem positiven optischen Eindruck bei.
Im Rahmen der Tolkien-Thematik gehören GRABUNHOLD zu den authentischen Beiträgen im Black Metal und musikalisch ohne Fehl, ist die Combo ein guter Beitrag zum aktuellen Live-Geschehen. Wer sich für Interpretationen der Thematik interessiert, ist eingeladen sich mit dem lyrischen Output von GRABUNHOLD zu beschäftigen…

STREAMS OF BLOOD
Die hessischen STREAMS OF BLOOD waren für mich eine Überraschung, die ich nicht so auf dem Schirm hatte. Nicht nur die Optik und die Spielfreude des Quintetts überzeugten von Beginn an, sondern auch die Songs glänzten immer wieder durch kleine Finessen. Insgesamt ein furioser Auftritt, der absolut begeistert hat. Bisher die beste Band des Tages.

THORYBOS
Die aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Combo THORYBOS spielen einen Black/Death Metal der sehr wutgeladenen Art und treten ordentlich in den Hintern. Das auf Aggression aufgebaute Bandkonzept und auch die Show kommen durchaus glaubwürdig rüber und die Band hebt sich damit vom Durchschnitt der restlichen Präsentationen ab. Für mich die zweite Überraschung des Tages!


BAXAXAXA
Nachdem BAXAXAXA schon ewig existieren und es sehr lange ruhig um die Band war, sieht man 2025 die Combo nun häufiger. Mit derselben Song-Liste wie zuvor schon bei einem Auftritt in diesem Festival-Sommer hat man auf dem gleichen Level die Show herunter gespult. Sicher etwas für die Old-School Black Metal-Fans, wobei die Band den Geist der frühen 90er beschwört ohne jedoch wie eine bestimmte Band aus der Zeit zu klingen. Hier geht es vielmehr darum, sich in eine vergangene Zeit jugendlicher Erinnerungen zurückversetzen zu lassen.

CURSE UPON A PRAYER
Auf die finnischen CURSE UPON A PRAYER war ich schon sehr gespannt, denn die bisherigen Veröffentlichungen haben es mir angetan – und erfreulicherweise wurde ich nicht enttäuscht. CURSE UPON A PRAYER haben von der ersten Sekunde an gezeigt, wo der Hammer hängt und haben präzise den Nerv des Publikums getroffen. Der Auftritt war leider viel zu schnell vorbei und ich hoffe man sieht CURSE UPON A PRAYER bald mal auf einer eigenen Tour in Deutschland wieder.

IMPIETY
IMPIETY aus Singapore waren eine weitere Band beim UTBS 2025 aus einem exotischem Land. Die Combo, die seit 1990 aktiv ist, spielt mit der Sicherheit und Souveränität ihrer jahrelangen Live-Erfahrung ein Set herunter das sowohl Songs aus den frühen Tagen der Band als auch von neueren Alben stammt. Für alle anwesenden Death Metal-Bangers sicher eine Seltenheit, diese Band mal auf einem deutschen Festival zu sehen. Nach dem die fortgeschrittene Zeit auch die hereinbrechende Dunkelheit mitbrachte, konnte wieder mal die epische Lightshow gehörig das Geschehen beleuchten. Daum hoch für die unermüdlichen IMPIETY!

MARDUK
Ebenso wie VADER vom Vortag als Szenegröße im Death Metal, verdienen MARDUK selbstverständlich den Headliner-Status für Black Metal bei diesem Festival. MARDUK stehen seit ihrer Gründung vor 36 Jahren für kompromisslosen und schnellen Black Metal. Nachdem MARDUK immer noch auf der Suche nach einem festen Bassisten sind, hilft Simon W. von Valkyria gekonnt auf der Bühne aus.
Die Band schafft es auf Grund ihrer ausufernden Diskographie immer wieder eine überraschende Setlist zusammen zu stellen bei der sowohl bekannte Banger als auch fast vergessene Songs zum Einsatz kommen. Wie erwartet ein absolut starker Auftritt!


ORDER OF NOSFERAT
Zu später Stunde entern ORDER OF NOSFERAT die Bühne. Die erst fünf Jahre alte Band hat sich schnellem aber melodischem Black Metal verschrieben. Die durch Keyboards aufgefüllte Atmosphäre sowie die größere Bühne und komplexere Lightshow trugen erheblich dazu bei, das Konzert zu einem optimalen Erlebnis zu machen.So ließen sich auch die Zuschauer nicht lange bitten und haben bei ORDER OF NOSFERAT noch mal alle verbliebenen Kräfte mobilisiert. Ein mehr als gebührender Abschluss des zweiten Festivaltages!










