Alles begann Anfang der 70er, als Axel im Fernsehen den Song Fireball von Deep purple sah, seit dem ist Axel ein großer Ritchie Blackmoore Fan und musste anfangen Gitarre zu lernen bzw. zu spielen.

Als Fan von Axel Rudi Pell weiß man eigentlich genau, was einen erwartet und genau das macht seine Alben seit über 35 Jahren so besonders. Der Bochumer Gitarrist hat einen unverwechselbaren Stil entwickelt: kraftvolle Gitarrenriffs, große Melodien und eine Band, die perfekt harmoniert. Mit Sänger Johnny Gioeli, Schlagzeuger Bobby Rondinelli, Bassist Volker Krawczak und Keyboarder Ferdy Doernberg liefert Pell ein neues Meisterwerk ab. Mit Volker hat Axel die Band gegründet und bis auf Bobby spielt man seit über 27 Jahren zusammen. Der Drummer ist allerdings auch schon 12 Jahre dabei und das hört man der Band an, es wird hochwertiger Melodic Hard Rock zelebriert.

Mit seinem neuen Album Ghost Town, VÖ am 20.03.2026 über Steamhammer, beweist er erneut, dass ihm die Ideen noch lange nicht ausgehen. Die elf Songs knüpfen an den klassischen Pell-Sound an, bringen aber auch einige spannende neue Nuancen mit.

Der Opener „Guillotine Walk“ setzt direkt eine düstere und melancholische Stimmung. Die Geschichte eines zum Tode Verurteilten, der auf dem Weg zum Schafott sein Leben Revue passieren lässt, wird musikalisch ungewöhnlich umgesetzt. In den Strophen verzichtet Pell bewusst auf seine typischen Riffs und lässt dem Song dadurch mehr Raum für Atmosphäre.
Eine der interessantesten Nummern auf dem Album ist „The Enemy Within“. Hier mischt Pell verschiedene Einflüsse – von doomigen Passagen im Stil von Black Sabbath bis hin zu melodischen Momenten, die an frühe Rainbow erinnern. Thematisch geht es um den Kampf mit den eigenen inneren Dämonen, ein Thema, das viele Hörer nachvollziehen können.
Natürlich darf auf einem Pell-Album auch eine große Ballade nicht fehlen. „Towards The Shore“ sorgt mit Klavier und viel Gefühl für einen ruhigeren Moment – und zeigt einmal mehr, wie gut die Band auch die leisen Töne beherrscht.
Ein echtes Highlight ist „Breaking Seals“, bei dem Johnny Gioeli ein Duett mit Metal-Legende Udo Dirkschneider singt. Diese Zusammenarbeit ist eine Premiere in Pells Karriere und macht den Song zu einem besonderen Moment des Albums. In dem Song wird der Unterschied zwischen Johnny und Udo sehr deutlich, für mich kratzt Udo seine Stimme sehr, könnte runder sein.
Produziert hat Pell das Album selbst, aufgenommen wurde es in den Blind Guardian Studios mit Unterstützung von Engineer Tommy Geiger.

Das Cover ist mal wieder umwerfend genial. Das typische rot darf nicht fehlen, sehr detailliert und am besten als Vinyl.
Unter dem Strich ist „Ghost Town“ genau das, was Fans sich wünschen, ein klassischer Axel Rudi Pell mit starken Songs, großen Melodien und einigen frischen Ideen. Ein Album, das zeigt, warum Pell seit Jahrzehnten zu den festen Größen im Melodic Hard Rock gehört.
Frank










