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Dirkschneider „Balls to the Walls 40th Anniversary Encores Tour“ Hannover 13.01.2025

Eigentlich sollte das ganze mit dem Stinkefinger aus dem Film R.E.D. 1 überschrieben werden „alter Mann am Arsch“. Denn genau wie im Film wo alternde von vielen abgeschriebene Agenten der Welt zeigen wo der Frosch die Locken hat, zeigt bei dieser Tour Herr Dirkschneider mit fast 74 Lenzen, 98% der jüngeren Musikerkollegen wie man alles richtig macht.

Fangen wir aber erst einmal von vorn an!

Den Auftakt des Abends liefern Evil Invaders. Eigentlich ein Garant für geile Konzertunterhaltung. Leider war an diesen Abend von einen wenigstens hörbaren Sound bei den Belgiern nicht zu sprechen. Alles ging in der Wucht aus Schlagzeug und Bass unter. Cool das es Die Hard Fans gab die jede irgendwie erkennbare Textzeile mitgesungen haben. Versteht mich nicht falsch, ich mag die Band und liebe das sie mit den 80er Klischees spielen. Scheiße ist nur wenn eigentliche Mitgrölpassagen im Soundsumpf untergehen. Schade, die Band hat alles gegeben und sollte von denen die sie das erste mal gesehen haben, in einen anderen Rahmen genossen werden. 

Dann garantiere ich euch Speed pur!

Kommen wir zu den Stars des Abends: Udo Dirkschneider und seine Mannen.

Als Heidi Hei Do Heida ansetzte war das Publikum gleich zur Stelle, um lautstark mit einzustimmen. Eine würdige Einstimmung für einen legendären Abend. Es wurde ein Abend des Mitsingens. Selbst die Gitarrensolos wurden vom Publikum begleitet. So zu sagen Metal Rudelsingen. Gelegenheiten dazu gab es ja zuhauf. Ein Klassiker jagte den Nächsten. Auch wenn das „Balls to the Wall“ Album im Mittelpunkt stand, habt ihr ja schon an „Heidi Hei Do Heida“ erkannt das auch andere Scheiben der Accept Geschichte nicht übergangen wurden. Na ja das Album hat heuer ja auch 42 Jahre auf dem Buckel. 

So umfasste der Auftritt auch 20 Stücke und ging etwas über zwei Stunden, die durch die Spielfreude der Band in wuuusch… nichts vergangen sind. Mit Ansagen hielt sich Herr Dirkschneider meist zurück, außer wenn er sich mit Kollege Baltes auf eine nette Art battelte oder uns versprach bald wieder in Hannover zu sein (komme bald Herr!). 

Immer wieder füllten die Lücken der Songs UDO Sprechchöre. 

Alles in allen: Wann habe ich das letzte Mal eine Band gesehen die zwei Stunden mit zwanzig Songs gefüllt hat? Wann habe ich das letzte Mal eine Band gesehen die bei so einen Gig bis zur letzten Minute so eine Spielfreude gezeigt hat? Und wann habe ich ein Publikum (alles meist ältere Semester) ihre Helden so abfeiern sehen?

Udo und auch Peter bleibt uns noch lange erhalten, wir brauchen euch als Landmarken!

P.S.: Um die Invaders hat es mir richtig leid getan. So eine geile Live Band sollte einen klasse Sound erhalten. Außer dem sind die Jungs ultra sympathisch!

 

Text: S.R.

Foto: J.J.

 

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