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Thrash of the Titans

Jan Jacobsen 14. Oktober 2025 Konzerte Keine Kommentare zu Thrash of the Titans

Vier Mal Thrash Metal im Capitol an einem Abend. Ein energiegeladenes Bandbundle wird dem gut gelaunten Publikum im randvollen Capitol präsentiert. Vor dem Einlass reicht die Schlange bis weit auf die Ihmebrücke zurück. Immer mehr Fans der Bands sammeln sich an. Kutten und Bandshirts dominieren die Garderobe am heutigen Abend. Die Stimmung ist fröhlich, der Einlass erfolgt rasch und effizient. Wir checken über die Presseliste ein und gehen, mit einem kurzen Zwischenstopp am Tresen, ganz nach vorne zur Bühne. 

 

NERVOSA 

NErvosa

Der Abend wurde von der brasilianischen Death-Thrash-Metal-Band Nervosa eröffnet. Trotz des ständigen Wechsels in der Besetzung in den letzten Jahren sorgten die Brasilianerinnen an diesem Abend für keinerlei Unsicherheiten. 

Nervosa

Obwohl die Spielzeit mit etwa einer halben Stunde recht kurz war, überzeugte Nervosa das früh aufmerksame Publikum mit einer Setlist, die hauptsächlich aus den letzten beiden Alben bestand und somit eine solide Grundlage für den weiteren Abend bot.

Nervosa 

Singende Gitarristin Prika Amaral bewies erneut ihr Charisma, indem sie eine so junge Besetzung anführte und als Opener einer solchen Veranstaltung auftrat.

Nervosa

 

DESTRUCTION 

Destruction

Es gibt Bands, die sich einfach weigern, alt zu werden – Destruction ist eine davon. Seit 1983 aktiv, brachte die süddeutsche Gruppe das Capitol zum Beben, mit einer Setlist, die größtenteils aus den Alben der 80er und 90er Jahre stammte. Damit begeisterten sie sowohl das ältere Publikum (fast alle Zuschauer) als auch die jüngeren (mich und einige andere). 

Destruction

Kaum zu glauben, dass eine 42 Jahre alte Band noch immer die gleiche zerstörerische Kraft besitzt, wie sie in den 80ern und 90ern den Metal prägte. Sie ist eine historische Figur der Szene und gilt nach wie vor als Vorbild für Musiker jeden Alters. 

Destruction

Beim Klassiker *Mad Butcher* wurde das Moshpit besonders wild, und Crowd-Surfing war an der Tagesordnung.

Destruction

 

OBITUARY 

Obituary

Was gibt es über Obituary noch zu sagen? Eine der bedeutendsten Death-Metal-Bands überhaupt, die seit jeher die Bühnen der Welt pulverisiert. Der Tourauftakt in Hannover war keine Ausnahme: Wenn die Klassiker der ersten beiden legendären Alben erklingen, sind die Halswirbelsäulen kaum noch intakt.

Obituary

Dem Publikum wird keine Gnade geschenkt: Von Anfang bis Ende dominiert die Großartigkeit von Obituary. 

Obituary

Besonders hervorzuheben ist Schlagzeuger Donald Tardy, der mit 55 Jahren immer noch zu den besten der Welt zählt. Mit einer beeindruckenden Performance zeigte er erneut sein grenzenloses Können.

Obituary

 

TESTAMENT 

Testament

Nun zum lang ersehnten Headliner des Abends: Testament! Bei einem so beeindruckenden Line-up – Chuck Billy, Steve Di Giorgio, Alex Skolnick, Eric Peterson, Chris Dovas – ist Enttäuschung ausgeschlossen. 

Testament

Testament nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die Bandgeschichte, die vor 42 Jahren begann und bis heute kein Ende kennt.

Testament

Eine Geschichte, die nicht nur von roher Gewalt, sondern auch von Stolz, Authentizität, Melodie und Intelligenz geprägt ist. 

Testament

Mit dieser unvergesslichen Performance zeigte Testament, dass sie noch lange nicht in Rente sind. Im Gegenteil: Sie sind wie ein guter Rotwein – je älter, desto besser

Testament

Zum Ende des Abends verteilt die Security im Changeover Wasser an die in der ersten Reihe ausharrenden Fans. Eine kleine Geste, die Anklang findet.

Wir danken Hannover Concerts für die Gelegenheit über das Konzert berichten zu dürfen.

Text: DG + JJ

Fotos: JJ

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