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The Raven Age, Disconnected Musikzentrum Hannover 18.03.2025

Am Dienstagabend komme ich pünktlich zum Einlass an. Vor der Location tummeln sich bereits einige Fans. Viele Besucher sind es jedoch noch nicht. Bis 20 Uhr füllte sich das Musikzentrum jedoch genug. Man konnte freistehen ohne angerempelt zu werden und anderen Fans gut ausweichen.

Mit „Disconnected“, einer französischen Modern-Progressive-Metal-Band, startete der Abend. Ich hatte diese Band bis dato weder gesehen noch gehört. Die Band war bereits im Vorjahr Support von „The Raven Age“. 2019 spielten sie als Vorband von „Judas Priest“ auf. Man merkte, dass die Mitglieder sich über den Auftritt freuten. Sänger Ivan heizte der Menge gut ein, auch Schlagzeuger Amaury merkte man sichtlich den Bock an live zu performen.

Mir gefiel die Band sehr gut aufgrund der Growl-Elemente; Drum-und Gitarrensolos; sowie ihrer Melodik. Nach dem Konzert quatschte ich mit Ivan noch kurz am Merchstand und kaufte mir ein Shirt. Die Fan-Nähe war auch während des Auftritts spürbar merkbar. So wurden Kinder, aber auch Rolli-Fahrer, während des Auftritts mit nahbaren Animationen in die Experience inkludiert.

Nach kurzer Pause spielte der Main-Act „The Raven Age“, eine britische Melodic-Groove-Metal /Metalcore-Band, auf. Diese hatte ich auch noch nie gesehen, jedoch habe ich vorab einige Lieder angehört. Sie spielten Lieder von ihrem 2023 veröffentlichten Album „Blood Omen“, aber auch einige ältere Stücke. Zugegeben: Balladen können die Jungs auch! 

Die Gitarristen Georg und Henry tauschten regelmäßig die Bühnenseiten, Sänger Matt suchte mit Animationen Nähe zum Publikum, Schlagzeuger Jai heizte ein. Jedoch merkte man, dass die Truppe gesundheitlich angeschlagen war. Sänger Matt erzählte, dass im Camp die Grippe rumginge. Sie hätten auch gerne länger gespielt als 22:30 Uhr, jedoch ließ die stramme Tour-Planung dies nicht zu. Trotz allem waren sie gut gelaunt, auch wenn es anfänglich Probleme mit der Lautstärke von Tommy’s Gitarre gab (Klassisch Musikzentrum eben).

Insgesamt war es ein tolles Konzert mit einer tollen Stimmung. 
Die Bands sind für Metal-und Rockeinsteiger meiner Meinung gut geeignet. Wer Trivium, Bullet for my Valentine, Avenged Sevenfold und Goijira mag, wird beide Gruppen auch mögen.

 „The Raven Age“ wird als Vorband bei „Iron Maiden“ breite Massen definitiv begeistern können (Habe ich schon erwähnt, dass Gitarrist George Steven Harris Sohn ist?). Ich würde sie gerne nochmal bei besserer Gesundheit sehen wollen.

Persönlich muss ich gestehen, dass ich „Disconnected“ ein wenig stärker fand. Ich mag es halt einfach, wenn es mehr knallt und growlt. Auch hat mir die Fan-Nähe das Herz geöffnet. Ich mag es, wenn Bands bodenständiger und erreichbarer sind.

H.V.

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